Photos: Anastasia Skipetari, Steffen Nijhuis
Zeichnungen: Jørn Utzon, Peter Zumthor, Alberto Campo Baeza

05. Feb 2012

Zur Bedeutung des Zeichnens für Lichtdesign

Zeichnungen stellen ein wichtiges Hilfsmittel für Lichtdesigner dar. Sie dienen nicht nur zur visuellen Kommunikation, sondern fördern zudem das räumliche Verständnis. Als Prozess sowie als Produkt bildet das Zeichnen einen wichtigen Teil des gesamten Lichtgestaltungsprozesses – von der Entwicklung des Konzepts bis hin zu dessen Umsetzung. Der Schwerpunkt liegt meist auf Zeichnungen zu Präsentationszwecken. Diese dienen als Mittel, um Ideen zu kommunizieren – um technische Gestaltungsaspekte auszuarbeiten oder um die geplante visuelle Wirkung zu verdeutlichen.

Dieser Artikel legt den Fokus auf andere, weniger visuelle Funktionen des Zeichnens: die Zeichnung als Mittel zur Analyse bei der Lichtgestaltung architektonischer Räume, aber auch als Mittel, um die Grenzendes vorgesehenen Designs auszuloten. Tageslicht war schon immer eine wichtige Inspirationsquelle für die Entwicklung von architektonischen Gestaltungskonzepten, da es einem Raum Charakter und Bedeutung verleiht genauso wie umgekehrt. Aufgrund der Baustruktur und der verwendeten Baumaterialien liefert die Architektur einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von Lichtdesignlösungen. Ein Beispiel: der Architekt lässt das Gebäude in einer bestimmten Relation zum Horizont bauen, weil er eine Vision der entsprechenden inhärenten Lichtqualitäten des Gebäudes hat und entscheidet sich so für eine offene oder geschlossene Baustruktur. Das Licht hängt direkt mit den im Gebäude stattfindenden Aktivitäten zusammen und beeinflusst so die Ausrichtung und die Beschaffenheit eines Bauwerks, wobei die Bauart und die Wahl der Materialien und Farben vom benötigten Ambiente abhängen.
Für diesen Gestaltungsprozess ist Zeichnen ein essentielles Hilfsmittel– zusätzlich zu anderen Medien, die die moderne Technologie liefert. Fish und Scrivener (1990) legen dar, dass sich der Designer in den frühen Phasen des Designprozesses zwar die Unterstützung vieler visueller Optionen wünscht, doch da die Software nicht in der Lage ist, Konzeptideen wirklichkeitsgetreu zu präsentieren, werden detaillierte Entscheidungen voreilig getroffen, was wiederum den Erfindungsgeist behindert. Daraus entsteht der zwingende Wunsch, „die unsichtbaren, mentalen Prozesse zu erforschen, die zur sichtbaren Tätigkeit des Zeichnens führen“ (Fish andScrivener, 1990). Eine Untersuchung in verschiedenen gestalterischen Bereichen hat gezeigt, dass sich immer mehr Designer für das Zeichnen interessieren und den Wert und die Rolle des Zeichnens bei ihrer Arbeit wiederentdecken. Doch in welchem Maße ist das Zeichnen eine angemessene Arbeitshilfe für Lichtdesigner? […]

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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 80/81.

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