Text: Prof. Dr. Susanne Brenninkmeijer
Photos: Bernd Nöring

05. Aug 2011

Wohnlich(t) geht auch ohne

Stimmungsvolle, differenzierte Raumerlebnisse mit Hilfe von Licht sind auch ohne die herkömmlichen Temperaturstrahler möglich. Ein gutes Beispiel dafür ist das Lichtkonzept der Privatvilla Knodel in Bergisch Gladbach/D. Hier wurden Glühlampen nicht einfach durch Kompaktleuchtstofflampen oder LEDs ersetzt, sondern durch Niedervolt- Halogenglühlampen unter Verwendung eines BUS-Systems. Eine solche Lösung ist beispielhaft und zukunftsträchtig, denn das Einsatzverbot der Allgebrauchs-Glühlampen wird vorwiegend Privathaushalte betreffen.

Die grundsätzliche Problematik derLichtplanung für private Wohnprojekte ist jedem Lichtdesigner bekannt. Auf Grund ihrer meist geringen Größe, der Individualität der Einzellösungen und des fehlenden Wiederholungsfaktors, sind sie für ein Planungsbüro oftmals mehr ein Gefallen an den Bauherrn, als einWirtschaftsfaktor. Derartige Projekte können auskömmlich bearbeitet werden, wenn beispielsweise eine andere Konstellation in einem Planungsbüro besteht. Dies ist der Fall beim jungen, 2006 gegründeten und bereits sehr erfolgreichen Büro a.s.h.in Köln. Das Büro für Innenarchitektur und Lichtkonzepte, setzt sich aus drei Damen zusammen, die auf Grund ihrer unterschiedlichen Professionen befähigt sind, ein komplettes „Gestaltungspaket“ anzubieten, bei dem das Licht integraler Bestandteil der Gesamtplanung ist. Innenarchitektur und Licht kommen hier von drei Entwerfern und verschmelzen zu einem sehr stimmigen Ganzen. Astrid Kölsche, Architektin, Silke Pabelick, Innenarchitektin und Heike Bertschat, diplomierte Designerin und seit 12 Jahren Lichtdesignerin, erarbeiten ein Projekt Stück für Stück getrennt und verschmelzen es in gemeinsamen Sitzungen zu einer Einheit. Das Ergebnis ist ein gut abgestimmtes Werk, bei dem die Architektur mit dem Licht spielt und umgekehrt; bei dem die Innenarchitektur und vor allem die Materialien mit der künstlichen Beleuchtung zu einer Gesamtheit verschmelzen. Das Kunstlicht geht auf die verwendeten Materialien ein, betont sie, zoniert in Einklang mit ihnen den Raum, benutzt sie als Reflektionsfläche und hebt somit ihren Charakter heraus. Besonders in diesem Zusammenhang spürt man, dass die Planung der Innenarchitektur und das Lichtdesign aus einem Büro kommen und perfekt aufeinander abgestimmt sind. […]

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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 77.

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