Projektbeteiligte:

Auftraggeber: Argent

Architektur: Bell Phillips Architects

Landschaftsarchitektur: Dan Pearson Studio (Bepflanzung), Townshend Landscape Architects

Lichtgestaltung: Speirs + Major – Mark Major, Philip Rose, Andrew Howis

Technik: Arup + Hoare Lea

Lichtsteuerung: Control Lighting

Hauptlieferanten: Photonstar, We-ef, Mike Stoane Lighting and Control Lighting

Verwendete Produkte:

Uplighter Überdachung: 1 Watt LED, kaltweiß, engstrahlend, Photonstar

Uplighter historischer Gasspeicher: 24 Watt LED, kaltweiß, engstrahlend, We-ef

Handläufe: lineare LED-Leuchten 18 Watt, warmweiß, Mike Stoane Lighting

25. Okt 2017

Eine Sonnenfinsternis für einen Park und ein Park für ein Quartier – in London/GB.

Text: Jo-Eike Vormittag, Joachim Ritter
Photos: Speirs + Major, James Newton, Bell Phillips Architects


Im urbanen Außenraum rücken Gebäude auf Kosten von Grün- und Parkflächen immer mehr in den Fokus der Stadtentwicklung. Jeder noch so kleine Platz wird genutzt, um Bestehendes zu erweitern oder gleich Neues zu bauen, anstatt dem Wohn- oder Geschäftsraum einen Park als kontrastierenden Garant für mehr Lebensqualität gegenüberzustellen. Aber fallen dieser Besetzung wirklich alle Flächen zum Opfer? Nein. Eine weltweite, von unbeugsamen Architekten und Stadtplanern zusammengesetzte Bewegung hört nicht auf, der grenzenlosen Bebauung Widerstand zu leisten. Das Ergebnis sind wenigstens sogenannte kleine „Pocket Parks“ (auf Deutsch sinngemäß „Taschenparks“), die aus den wenigen urbanen „toten Winkeln“ gärtnerisch gestaltete, aufleuchtende Flächen machen – zum Ausgehen, Erleben, Lichttanken oder Durchatmen.

Es ist verzwickt: Innerstädtische, zentrale Flächen sind kostbar weil selten und mit engster Bebauung für die wachsende Stadtbevölkerung schlicht lukrativer für Städte, Bauherren oder Vermieter, als ein Park. Gleichzeitig werden unter den Einwohnern aber Schreie nach aufhübschenden, erholsamen Flächen zwischen all den Gebäuden größer. Die subjektive Erfahrung dürfte zeigen, dass solche Bereiche eher entstehen, wenn es nicht um neue, lückenfüllende Einzelbauten, sondern um die Renovierung ganzer Quartiere geht. Grün ist eine Zukunftsinvestition. In unseren verengten Städten werden Fassadenflächen genutzt, Hochhausdachflächen und selbst ehemalige Bahntrassen – über- oder unterirdisch – werden zu blühenden Parklandschaften. Doch auch die Lichtgestaltung ist gefragt. Blühende Landschaften sollen nicht nur leuchten, sondern gestaltet sein.

Im Stadtteil London Borough of Camden, nördlich des Stadtzentrums, gibt es eine solche Geschichte. Sie betrifft den dortigen, wichtigen Knotenpunkt um die King’s Cross Station, mit dessen umfangreicher Sanierung und Erweiterung vor einigen Jahren begonnen wurde. Damit einhergehend wurde das Areal nördlich des Bahnhofs, welches bis dato durch brachliegende Industriebauten gekennzeichnet war, zu einem neuen Stadtquartier umgewandelt. Natürlich ist auch dort von Beginn an eine stark verdichtete Hochhausbebauung geplant gewesen. Doch eine dieser alten Industriebauten war ein früherer markanter Gasspeicher. Während drum herum die Gebäude wuchsen und es einkesselten, formierten sich die Anhänger der unbeugsamen Bewegung …

Das Konzept der verantwortlichen Architekten sah in diesem Fall keinen Abriss, sondern den Erhalt und eine besondere Umnutzung vor: der Speicher mit Historie wurde zum Zentrum eines kleinen „Pocket Parks“ im neuen Quartier, der wiederum von Landschaftsarchitekten realisiert worden ist. Die erfahrenen Designer von Speirs + Major entwarfen dafür eine besondere Lichtgestaltung.


Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 107 sowie in unserer PLD magazine App (iPad App Store).


 

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