Text: Jesse Lilley, David Müller

16. Jun 2009

Über das Kommunizieren von Licht und bewährte Präsentationstechniken erfahrener Lichtdesigner

In der Arbeitswelt des Lichtdesigners gibt es ein eigenartiges Paradoxum: Obwohl die Resultate visuell sind, bleibt das eigentliche Medium – das Licht – unsichtbar. Licht ist bekannt dafür, nicht greifbar zu sein. Es ist der bescheidene Partner des architektonischen Prozesses, der alles sichtbar macht. Außer sich selbst. Dieses Paradox führt zu einem zentralen Problem des Berufs der Lichtdesigner. Wie kommuniziert man seine Ideen? Wie schafft man es, die Vorstellungskraft und Intuition, insbesondere von Laien, anzusprechen und dabei auf metaphorische Weise Konzepte zu vermitteln? Und wie können Auftraggeber den Wert des Lichtes schätzen und verstehen, wenn man es selbst nicht sehen, greifen, hören oder fühlen kann?

Es ist wie ein täglicher Kampf, den fast jeder Lichtdesigner führen muss. „Es ist schwer für Auftraggeber – besonders Laien, die nichts mit Gestaltung zu tun haben – anzuerkennen, was wir als Lichtdesigner tun“, sagt Mark Major von Speirs and Major Associates. „Über die Jahre haben wir eines gelernt: Ein Lichtdesigner muss die Fähigkeit haben, ein Konzept sehr deutlich zu erklären. Architekten können den Auftraggeber jede Woche treffen. Wir nicht. Oft haben wir nur ein oder zwei Chancen, ein Konzept zu präsentieren. Solche Meetings finden meist in der frühen Planungsphase statt und deshalb müssen wir sicherstellen, dass diese Präsentationen absolut überzeugend durchgeführt werden.“ Einer der Gründe, warum diese Präsentationen so wichtig sind, sei nicht nur, um an das Projekt zu kommen, sondern um das Lichtkonzept bei Auftraggeber und Partnern fest für spätere Phasen zu etablieren. „Wenn unsere Ideen angenommen werden und wir offiziell beauftragt werden, ist es unsere Aufgabe, das Konzept auch bis zum Ende durchzubringen. War die Präsentation gelungen, wird sich der Auftraggeber noch sechs Monate später daran erinnern – besonders dann, wenn es finanziellen Druck gibt und das Konzept in Frage gestellt wird. In diesen Situationen ist es oft der Bauherr selber, der uns quasi beschützt. Er sagt dann: ’Moment mal, darauf möchte ich nicht verzichten, denn ich erinnere mich noch daran, wie wichtig dieser Aspekt war.’ “Ein gut formuliertes Konzept ist ein wichtiges Instrument, um sowohl dem Auftraggeber als auch dem Design Team eine Richtlinie für den gesamten Prozess zu geben. Gemeinsame Ziele mit Auftraggeber und Design Team zu erarbeiten ist ebenfalls ein wesentlicher erster Schritt.[…]

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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 66.

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