Text: Brad Koerner

05. Mai 2010

Weniger…andernfalls wird es langweilig
Wie Lichtdesigner eine nachhaltige und innovative Zukunft für ihr Berufsbild sichern können

Kann man sich in einer Zeit von Medienfassaden, Farbdynamik und Informationsflut auch mit weniger, eher nachhaltigen Konzepten durchsetzen? Sicherlich! Vielleicht ist ja gerade das Konzept von „Weniger ist Mehr“ in dieser Zeit das Besondere, wonach sich viele sehnen. Nur: Ohne die Kreativität des Designers ist das nicht zu machen!

Die Architekturbeleuchtung ist dabei das Thema Nachhaltigkeit durch innovative neue Anwendungen und Ansätze dramatisch zu ändern. Um diesen Übergang in die neue Zeit zusammenzufassen, lassen Sie uns die Geschichte der Baukunst vom Gesichtspunkt Mies van der Rohe und seiner berühmten, geistreichen Bemerkung „weniger ist mehr“ betrachten: Mehr ist mehr: Klassische Architektur in einem Zeitalter mit eingeschränkten technischen und materiellen Möglichkeiten. Weniger ist mehr: Moderne Architektur reagiert auf das Reichtum des Industriezeitalters.Weniger ist langweilig: Postmoderne Architektur versucht Minimalismus mit einer Verbrauchergesellschaft in Einklang zu bringen. Weniger…andernfalls: Der Kampf „nachhaltige“ Strategien unter Verwendung von präexistenten Paradigmen und Technologien zu entwickeln. Lassen Sie uns eine neue Strategie vorschlagen: Mehr für weniger: Die Entdeckung eines nachhaltigen Lebensstils ohne Schuldgefühl, der kulturell genauso reichhaltig und angenehm ist wie jeder bisherige Trend. Es ist offensichtlich, dass Lichtdesigner weltweit müde geworden sind, Jahrzehnte alte Technologien und bewährte Beleuchtungslösungen in die eingeschränkte Metrik der sich ständig sinkenden Watt pro Quadratmeter anzupassen. Lichtdesigner sehnen und freuen sich über neue Technologien, neue Leuchtenanwendungen und neue Gelegenheiten, mit Architekten zusammenzu arbeiten, um neue und kreative Gestaltungsansätze zu entwickeln.Wenn wir nachhaltig gestalten wollen, ohne auf unsere Lebensqualität zu verzichten, dann müssen wir umfassende Einstellungen in unserem Beruf ändern. Dies erfordert eine Betrachtungsweise, die weit komplexer ist, als bloß festgelegte Watt pro Quadratmeter zu erzwingen.

Willkürliche Variabilität und Dunkelheit als wunderbare Phänomene betrachten
Ermutigt von den verschiedenen Initiativen zum Thema ‚Nachhaltiges Design‘ bewegt sich die Gebäudetechnologie weg vom Tektonikbasierten Prinzip des „isolierten Obdachs: Menschen versus Natur“ und fängt an, Gebäude als lebendige, dynamische Organismen zu betrachten, die ständig ihre Energie und Ressourcen mit den umgebende Ökosystemen austauschen. […]
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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 71

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