Projektbeteiligte:


Architekten: Noiz Architects – Keisuke Toyoda und Jia-Shuan Tsai,
mit Jose Rodriguez, Junjie Sun, Chunwei Lee
Projektleitung: People Tech Consulting
Bauunternehmer: KeRui construction company

 

Verwendete Produkte:


Kronleuchter-Design: Zhongshan lighting company

14. Nov 2014

Weißtöne

Text: Joachim Ritter
Photos: Kyle Yu

Weiß bietet die best mögliche Variantenvielfalt, einen Raum durch Licht zu definieren. Und so wie das Klubhaus in Zhengzhou gestaltet ist, erscheint das konzeptionelle Weiß wie ein riesiges Stück leeres Papier, auf dem Architekturelemente fast skizzenhaft dokumentiert und zum Teil des Designkonzeptes gemacht wurden. Das Licht kann hier nur als subtiles Element verstanden werden. Doch Vorsicht: Je subtiler das Licht, desto höher ist die Gefahr zu versagen.

Noiz Architekten wurden von einem großen Privatunternehmen in China beauftragt, ein besonderes Klubhaus in der Nähe des Firmenhauptsitzes in Zhengzhou zu gestalten. Das Projekt sollte einen Empfangsbereich, Konferenzräume, Esszimmer und Erholungsbereiche sowie private Appartements für den Besitzer und seine Gäste umfassen. Das Klubhaus erstreckt sich über die zwei oberen Etagen eines bestehenden Gebäudes mit einem rechteckigen Grundriss. Im Erdgeschoss befindet sich eine Bank. Die Nutzfläche des Klubhauses beträgt rund 1.700 Quadratmeter. Die einzigartige dreieckige Form des Grundrisses des Klubhauses war eine gestalterische Herausforderung: Es war schwierig, die Räume innerhalb eines normalen Rasters anzuordnen. Die Architekten von Noiz entschieden sich deshalb dafür, den Klubhaus-Grundriss als Freiformfläche zu entwerfen, damit die Raumaufteilung flexibel in die bestehende Struktur untergebracht werden konnte. Diese Freiformfläche ermöglichte den Architekten, die räumliche Anordnung im Laufe der unterschiedlichen Planungsphasen anzugleichen. Der Grundriss wurde in der Tat mehr als zwanzig Mal während der Gestaltungsentwicklung überarbeitet. Das Gebäude ist Teil eines der vielen großen Bauprojekte im belebten modernen Stadtzentrum Zhengzhous. Die umliegenden Gebäude sind alle neu, vom Stil und Baumaterialien jedoch sehr unterschiedlich. Um der praktisch unruhigen, bunt gemischten Außenerscheinung des Hauses entgegenzuhalten, wurden die Innenräume so farblos wie möglich gestaltet: Flächen wurden weitgehend in Weiß gehalten, um jegliche Schwere und das Gefühl des „Geschäftig-Seins“ der Außenwelt auszublenden. Innerhalb dieser nur aus Weißtönen bestehenden Palette brachten die Architekten eine breite Auswahl an Materialien und Oberflächen ein, um die Unterschiede zwischen den Raumnutzungen und Ambienten zu unterstreichen.[…]

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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr.95

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