24. Mrz 2017

Faszinierende „Traffic lights“ bei Nacht und Nebel.

Text: Jo-Eike Vormittag
Photos: Lucas Zimmermann


Licht, welches sich in unendlich vielen Nebeltröpfchen streut, ist zum einen ein faszinierendes Schauspiel und zum anderen ein besonderes Zusammenspiel verschiedener Eigenschaften: Natur- oder Kunstlicht scheint durch die Nebelfelder hindurch und dispergiert. Sehen können wir dieses kleine Phänomen schon dank unserer Augen, die für die visuelle Wahrnehmung verantwortlich sind.

Sie bestehen aus rund 130 Millionen Sinneszellen, die sich in Stäbchen zum Unterscheiden von Schwarz-Weiß-Bildern und dem Sehen bei Dämmerung sowie Zäpfchen mit denen wir Farben wahrnehmen, unterteilen. Doch stoßen unsere Augen bei so einer Sichtung schon mal an ihre Grenzen oder – weil auch allgegenwärtig – übersehen etwas. Fotograf Lucas Zimmermann will mit seinen Aufnahmen mehr davon sichtbar machen und nutzt dafür die simplen Vorteile der Technik, um ein klassisches Objekt, das einen starken Effekt kreiert, besser und anders hervorzuheben.

Das in Zeit und Farbe limitierte Licht von Straßenampeln ist dabei Hauptakteur. Er inszeniert es in einer nachtdunklen Umgebung ohne weitere Lichtquellen sowie im Nebel ganz neu. Nur die Straße, ihre Kreuzung mit Ampeln und deren rotes, gelbes und grünes Licht, welches auf den langzeitbelichteten Fotografien von ihrer Quelle in die Dunkelheit hinaustreibt. Zunächst hell und deutlich, doch im Verlauf durch die Nebelfelder immer verschwimmender und großflächiger. Die Nebeltropfen tragen Licht und Farbe durch die Nacht, von der Kreuzung weg und die Straße entlang, bis sie von der Dunkelheit schließlich wieder aufgefressen werden. Licht aus.


Ausführung: Lucas Zimmermann


www.lucas-zimmermann.com

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