Projekbeteiligte:


Auftraggeber: Hangzhou/ROC
Lichtdesign: Roger Narboni, Concepto/F und Zhongtai Lighting Group/ROC

 

Verwendete Produkte:


LED Projektoren (blau und grün): 30 mal 3 Watt LEDs, Philips Projektoren (blau und grün):
HQI-TS Lampen, 400 Watt, 4200 Kelvin, Philips
Säulen: Vier 18 Watt Leuchtstofflampen, 3000 Kelvin, Sonderanfertigung
Laternen: 20 Watt Kompaktleuchtstofflampen, 3000 Kelvin, Sonderanfertigung Pfähle im Wasser: 12 LEDs (6 blaue, 6 gelbe), 12 Watt, Sonderanfertigung
Leuchtende „Rahmen” an den Gebäuden: blau-grüne LEDs, 1 Watt, Sonderanfertigung

02. Dez 2009

Visuelle Symphonie

Text: David Müller
Photos: Jun Miao

Nach klassischem Verständnis ist eine Symphonie ein musikalisches Stück, das einzelne Sätze zu einem Ganzen vereinigt. Nicht die Solisten haben hier die tragende Rolle, sondern das gesamte Orchester. Eine gigantische Symphonie des Lichts schuf unlängst der französische Lichtdesigner Roger Narboni zusammen mit der Zhongtai Lighting Group in China. Für einen zehn Kilometer langen Uferabschnitt des Grand Canals, der durch die chinesische Großstadt verläuft, entwickelten die Lichtplaner in nur acht Monaten ein Lichtkonzept. Bewusst verzichten sie in ihrem Werk auf dramatische Klänge und imposante Soli, um so ein ausgeglichenes, harmonisches Gesamtwerk zu konstruieren.

Der Grand Canal gilt als das erste, längste und größte Kanalprojekt weltweit. Die Chinesische Mauer und der Grand Canal gelten als die beiden prachtvollsten Projekte des chinesischen Altertums. Der Kanal verbindet Beijing und Hangzhou durch vier Provinzen, verknüpft fünf Wassersysteme und hat eine Länge von 1794 Kilometern. Der Abschnitt in Hangzhou ist zehn Kilometer lang. 2007 beschloss die Stadtverwaltung von Hangzhou, das Image dieses Abschnitts zu verändern und ein Lichtkonzept entwickeln zu lassen, das den Grand Canal im Zentrum der Stadt verschönert und sowohl Chinesen als auch ausländische Touristen bei Nacht anzieht. Ziel war es, traditionelle und moderne Kultur einzubeziehen. Ende 2007 wurde die Zhongtai Lighting Group von den lokalen Behörden beauftragt, den Beleuchtungsplan für den Abschnitt des Grand Canals in Hangzhou zu entwickeln und zu realisieren. Nach sorgfältiger Analyse der Anforderungen des Auftraggebers gelang es Zhongtai Lighting, den französischen Lichtdesigner Roger Narboni des Designbüros Concepto für das Projektteam zu gewinnen. Narboni arbeitete bereits an der Entwicklung von Masterplänen in mehr als einhundert europäischen Städten wie Paris, Brüssel und Athen, sowie an einem Lichtdesign für die Seine in Paris. Die Verschmelzung von chinesischen und europäischen Lichtkulturen begann mit der Analyse des Geländes und der Geschichte Hangzhous. Die Auftraggeber wollten die Beleuchtung ursprünglich „hell, schön, reichlich und prunkend“. Sie dachten, das Licht müsse spektakulär und hell sein, um so den Wohlstand Hangzhous widerzuspiegeln und mehr Touristen anzuziehen. Nach der Erforschung der Kultur und Geschichte Hangzhous kam das Projektteam zu einem anderen Ansatz. Die Geschichte Hangzhous ist sehr eng mit der Geographie und Hydrologie der Gegend verknüpft. Als Teil des Wasserversorgungssystems der Stadt dient der Grand Canal als Hauptroute für den Wassertransport und treibt den Reichtum der Stadt voran. […]

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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 69.

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