Text: Chris Lowe, Philip Rafael

15. Aug 2013

The Dark Art

Dossier

Während der letzten Jahre gab es eine Reihe von Meinungen innerhalb der Lichtdesigngesellschaft, die den Einsatz von Dunkelheit als eine positive Facette des Lichtdesigns begrüßen. Diese unabhängigen Stimmen versuchen unser Verständnis von Licht und Dunkelheit neu zu definieren und präsentieren neue Philosophien im Lichtdesign und innovative technische Methoden, die Licht, Dunkelheit und Schatten einbeziehen.

Vor diesem Hintergrund ist The Dark Art Gruppe als eine Bewegung entstanden, die eine wachsende Onlinediskussion provoziert hat, in der Fachleute aus verschiedenen Bereichen zusammen kommen, um Ideen zu entwickeln und auszutauschen. Diese Gruppe, die von Philip Rafael und Chris Lowe angeführt wird, ist in den letzten zwei Jahren erheblich gewachsen und zählt inzwischen 400 Mitglieder weltweit.

Dieses Jahr wird The Dark Art, in der Erwartung einen Konsens bezüglich der positiven Aspekte von Dunkelheit zu erreichen, eine offene Diskussion mit einem Gremium von geladenen Gästen auf der PLDC 2013 in Kopenhagen ausrichten. Das PLDC Komitee hat The Dark Art ein Zeitfenster von rund 90 Minuten innerhalb des Konferenzprogramms am 2. November eingeräumt. Die Session fängt um 16.45 Uhr an und wird von Philip Rafael und Chris Lowe geleitet.

Weitere Gäste für die Podiumsdiskussion sind Eduardo Gonçalves, Edward Bartholomew, Paulina Villalobos, Koert Vermeulen und Christopher ‘Kit’ Cuttle. Während der Diskussion haben die Podiumsgäste die Gelegenheit, ihre jeweilige Stellungnahme über Dunkelheit in Form eines bündigen Eingangsstatements darzulegen. Anschließend folgt eine moderierte, offene Diskussion mit den Podiumsmitgliedern und dem Publikum. Die Session schließt mit einer Assimilation von Konzepten in Form eines Manifests. Anschließend folgt eine moderierte, offene Diskussion mit den Podiumsmitgliedern und dem Publikum. Die Session schließt mit einer Assimilation von Konzepten in Form eines Manifests. The Dark Art plant ebenfalls die „nächsten Schritte“ zu bestimmen, um die Möglichkeit einer Fortentwicklung über verschiedene Plattformen und weitere Treffen voranzubringen, um ein breiteres Publikum für dieses Thema zu erreichen.

Philip Rafael ist Lichtdesigner und stellvertretender Direktor des in Shanghai ansässigen Lichtplanungsbüros Studio Illumine. Er investiert den überwiegenden Teil seiner freien Zeit in die Publikation von Artikeln, Vorträgen, Lehraufträgen und internationalen Seminaren, um den Berufstand des Lichtdesigners weiter zu fördern. Neben den Tätigkeiten für The Dark Art wurde er kürzlich zum Direktor für Nachhaltigkeit für die PLDA ernannt mit dem vorrangigen Ziel, sich nicht nur auf die Energieeffizienz zu fokussieren und Nachhaltigkeit durch Nachhaltige Entwicklung zu humanisieren.

Chris Lowe interessierte sich frühzeitig für die Architektur und entschied sich aufgrund der spannenden Balance von Kunst und Wissenschaft für den Beruf des Lichtdesigners. Seitdem er beim multidisziplinären Planungsbüro BDP beschäftigt ist, hat er an einem breiten Spektrum von Großprojekten gearbeitet. Chris hat zusammen mit Philip Beiträge für das PLD Magazin verfasst, auf der Euroluce vorgetragen, war Gastreferent bei der IED Madrid und war involviert bei preisgekrönten Projekten wie Guerilla Lighting. Chris wurde kürzlich zum Leiter des BDP-Lichtdesignteams im Büro in Manchester ernannt.

Zusammen gründeten Philip und Chris The Dark Art 2011 und wurden im gleichen Jahr für den Professional Lighting Design Recognition Award als Best Newcomer nominiert. Edward Bartholomew ist als früher Vordenker innerhalb der internationalen Darkness-Bewegung bekannt. Seit seinen ersten Publikationen im Jahre 2003 dienten sowohl seine Beiträge als auch seine Vorträge als Sprachrohr für die Notwendigkeit und Schönheit der gestalteten Dunkelheit.

Edward unterstützt den ganzheitlichen Designansatz, der auf bewusst eingesetzte Leuchtdichte einschließlich Dunkelheit basiert. Eduardo schließt derzeit seine PhD-Studien zum Thema „Adaptive Lighting as an Approach to Urban Lighting Design“ (zu Deutsch: Adaptive Beleuchtung als Ansatz für die Beleuchtung städtischer Räume) ab. Durch seine Arbeit versucht Eduardo die Schwellen von Beleuchtung und Dunkelheit zu verstehen, die dem Nutzer ermöglichen, den Sinn für Sicherheit, den Sehkomfort und die Orientierung im nächtlichen Stadtraum unter Berücksichtigung adaptiver Beleuchtung beizubehalten.

Paulina Villalobos wuchs in der Atamaca Wüste auf und hat daher eine starke persönliche Beziehung zu klaren, dunklen und sternenreichen Nachthimmeln. Nachdem sie Erfahrungen in Deutschland, Japan und Schweden gesammelt hat, kehrte sie nach Chile zurück und gründete das Planungsbüro DIAV. Paulina ist die Gründerin der Noche Zero, eine Bewegung mit dem Ziel ein breites Bewusstsein für Lichtverschmutzung und die Bedeutsamkeit von dunkeln Nachthimmeln zu schaffen und die Kommunikation unter Experten auf dem Gebiet zu verbessern.

Christopher ‘Kit’ Cuttle hat einen enormen Erfahrungsschatz in der Erforschung von Beleuchtung und ist derzeit Gastdozent an der Technischen Universität Queensland. Kit hat durch seine Bücher und Forschungen wichtige Beiträge für die Lichtbranche geleistet. Kits wichtigster Beitrag ist möglicherweise seine Arbeit über die Perceived Adequacy of Illumination (PAI, zu Deutsch: die wahrgenommene Angemessenheit von Beleuchtung), in der er einen radikalen Wechsel der Normen für die Innenraumbeleuchtung anregt, bei dem die Mean Room Surface Exitance (MRSE, zu Deutsch: durchschnittliche Lichtausstrahlung der Raumoberflächen) das festgelegte Beleuchtungskriterium ist.

Koert Vermeulen gestaltet Licht für Bühnenproduktionen, großformatige kulturelle und sportliche Veranstaltungen und Architekturprojekte. Er ist Inhaber und Geschäftsführer des Planungsbüros ACT in Brüssel und arbeitet an Projekten weltweit. In seinen Planungen zeigt er eine immense Sensibilität für die Anwendung von Dunkelheit zum großen Effekt.[…]

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Die Hauptthesen dieser Referenten im Hinblick auf die Rolle und Signifikanz der Dunkelheit als Designtool erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 89.
Einen medial angereicherten Artikel erhalten Sie in unserer PLD magazine App (iPad App Store).

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