Projektbeteiligte:


Bauherr: Martha und Daniel Gantenbein, Fläsch/CH
Architekten: Bearth & Deplazes Architekten, Chur und Zürich/CH
Design Fassade: in Zusammenarbeit mit Gramazio & Kohler Architekten, Zürich/CH
Hersteller Fassade: Architektur und Digitale Produktion, ETH Zürich/CH
Industriepartner: Keller AG Ziegeleien, Pfungen/CH
Bauingenieur: Jürg Buchli, Haldenstein/CH

 

Verwendete Produkte:


Leuchten in der Gärungshalle: Maßanfertigung durch Bearth & Deplazes Architekten
Weinkeller: Zumtobel Staff ‘PASO2 D190’
Lounge sowie Küchen- und Essbereich: Maßanfertigung durch Bearth & Deplazes Architekten
Kompaktleuchtstofflampen: Osram

19. Jul 2009

Gutes Licht und guter Wein!

Text: Amber Ga Young Lee
Photos: Ralph Feiner

Der Stein ist seit je her das Grundlegendste, was an Baustoffen in der Architektur verwendet wird. Kaum ein Material hat in der Baukunst eine längere Geschichte. Mit keinem anderen Material assoziiert man Parameter wie Härte, Grobheit, aber auch Sicherheit und Schutz. Es ist die scheinbar kompromisslose Erscheinung, die den Stein zu einem strengen und unbeugsamen Element der Baukultur werden lässt. Doch selbst dieses härteste aller Materialien erhält scheinbar freundliche und einladende Züge, wenn das richtige Licht es umgibt und den harten Kern weich werden lässt. Der Ausdruck „sternenheller Tag” würde normalerweise als Oxymoron betrachtet werden. In dem neuen Anbau eines Weinguts in Fläsch macht er allerdings Sinn. In diesem Projekt wurde natürliches Licht genau gesteuert und geformt, um funkelnde Sterne zu erzeugen, während die Sonne scheint. Dieses verblüffende Feature ist Teil einer cleveren, zeitgenössischen Neuinterpretation eines traditionellen europäischen Weinguts. Fläsch ist ein altes Dorf im Herzen der Schweizer Alpen, in dem die meisten Dorfbewohner sich mit der Weinherstellung befassen. Mit dem Erfolg ihres Pinot Noir entschieden sich die Winzer Martha und Daniel Gantenbein, an ihr Weingut anzubauen. Nach der Fertigstellung des neuen Gebäudes ersetzten die Gantenbeins die Stahlcontainer mit Eichenfässern, um zu der alten, traditionellen Art der Weingewinnung zurückzukehren. Aus diesem Grund und, weil das Dorf in einer sehr historischen Gegend liegt, wollten sie das neue Gebäude ausdrücklich konventionell gestaltet haben, um es mit dem alten Gebäudeteil in Einklang zu bringen. Im Jahr 2008 stellten die Planer von Bearth & Deplazes Architekten das durchaus erfolgreiche Projekt fertig, in dem sie Tageslicht als Hauptlichtquelle verwendeten, um das alte Gebäude mit dem neuen zu verbinden. Das Weinanwesen in Fläsch verfolgt das „Terroir Prinzip”. Es bezeichnet die Mischung natürlicher Elemente eines speziellen Weinbergs wie beispielsweise Höhenlage, Topografie, Boden, Gestein, Ausrichtung zur Sonne, Regen, Wind, Feuchtigkeit oder Temperaturschwankungen. Dieses Prinzip gewährleistet, dass diese natürlichen Elemente zusammenkommen, denn sie spielen eine wichtige Rolle bei der Weingewinnung und spiegeln die Farbe der Region direkt wider. Deshalb war es klar, dass das Gebäude, seine Beleuchtung und die Raumtemperatur sorgfältig geplant werden mussten. […]

—-

Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 67.

My opinion:

Leave a comment / Kommentieren

Leave the first comment / Erster Kommentar

avatar
wpDiscuz

©2017 published by VIA-Verlag | Marienfelder Strasse 18 | 33330 Guetersloh | Germany

Page generated in 0,191 seconds. Stats plugin by www.blog.ca