Kolumne: Smart Grids und Gridgirls

02. Mai 2016

Sind Gridgirls auch smart? Wirklich wichtige Fragen zur Light+Building…

von Joachim Ritter

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Light+Building 2016 war auf die Zukunft ausgerichtet. Smartlighting und Smart Grids waren allgegenwärtige Themen. Doch der ein oder andere mag das Thema nicht punktgenau erfasst zu haben. Es schien wie ein Rückfall in Verkaufsargumente, die eher in das letzte Jahrhundert passen und die sich einem zunächst nicht erschließen. So waren Sportwagen als Attraktion wieder gefragte Blickfänge. In der Formel 1 findet man darüber hinaus auch sogenannte „Grid“girls oder Boxenluder. Merke: Smart Grids und Gridgirls sind eher wie abstoßende Magneten als ein ineinandergreifendes System! Auf einer Messe werden sie deshalb im Allgemeinen Hostessen genannt. Sinn solcher Aktionen ist das prägende Marketing. Gewonnen hat in diesem Fall Osram. Hier waren Hostessen und Auto nicht voneinander zu trennen. Und das Gesamtbild war eines der am meisten fotografierten Szenen. Smart Lighting bekam damit eine völlig andere Bedeutung.

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Bei Artemide konnte zumindest noch eine Beziehung zwischen Leuchten und Automobil hergestellt werden. „Ameluna“ verkörpert zum einen die Lichtkompetenz des traditionsreichen italienischen Leuchtenherstellers Artemide und zum anderen die Mercedes-Benz Designphilosophie der sinnlichen Klarheit. Eine italienische-deutsche Liaison! Das hat immerhin schon bei Ferrari und Michael Schumacher funktioniert und hoffentlich bei Sebastian Vettel auch in der Zukunft. Ein italienischer Leuchtenhersteller nutzt in diesem Fall den Designansatz eines deutschen Unternehmens. Das ist wahrlich überraschend.

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Das kann Martini nicht passieren. Sportwagen sind auch italienischer Stil und Selbstverständnis. Martini und Pagani betrachten ihre Position auf dem Markt al seine Verknüpfung mit Eleganz und technologischer Innovation. Es lassen sich sicherlich Parallelen zwischen Sportwagen und Leuchten ziehen.

Es gab aber auch ernstzunehmende Anwendungsbereiche. Batteriegetriebene Automobile waren bis vor kurzem noch so uninteressant wie Batterie getriebene Grids. Also kaum der Rede wert. Seit Tesla nun jedoch mit der Vorstellung des Model 3 für 30.000 Euro und einer Reichweite von mehr als 346 Kilometern (also so viel wie eine Formel 1 Renndistanz) erstmals den Markt zu verändern scheint, werden Ladestationen als Teil der Leuchtenlösung interessant. Zur Light+Building präsentierten einige Hersteller Kooperationen mit Automobilhersteller und zeigten Ihren ernst zu nehmenden Einstieg in diesen Bereich. Neben Schréder, Heper stellt auch die Tochterfirma des Energieanbieters EnBw, Smight (Aus Smart und Light) aus. Licht als Produkt wird eben nicht mehr nur von Lampen- und Leuchtenherstellern angeboten, sondern auch von Netzbetreibern, Energieanbietern, Automobilherstellern. Mal sehen, ob das langfristig funktioniert.

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Tragetasche, Mousepad, Brillenputztuch und Bierdeckel von Abalight.

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1 Comment / Kommentar on "Smart Grids und Gridgirls"

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[…] ja etwas präsentieren, was noch niemand sonst aufgegriffen hat. Nun muss ich feststellen, Dass die „Smart-Grids“ mit der erfolgreichste – spricht meist gelesene Beitrag war. Und auch die Reaktionen waren […]

 
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