05. Dez 2010

 Sky Office Düsseldorf/D
Raffizienz

Text: Andrea Louafi
Photos: ORCO, Germany

Wenn Sie zufällig für eines der Unternehmen im Bürotum Sky Office in Düsseldorf arbeiten sollten – oder sogar Firmeninhaber sind – wird Ihre Zufriedenheit, Teil einer solchen ein-drucksvollen Ergänzung zur Düsseldorfer Skyline zu sein, eventuell vom beruhigenden Gedanken übertroffen, dass das Büro beziehungsweise die Büros, die Sie belegen, äußerst angenehme Arbeitsplätze verkörpern. Dies hat nicht nur mit dem äußeren Erscheinungsbild der Struktur zu tun, sei es bei Tag oder Nacht, sondern liegt auch an der Lichtqualität der unterschiedlichen Büroumgebungen. Diese leben von einer gelungenen Kombination von Tageslicht und elektrischem Licht.

Das 89 Meter hohe Sky Office präsentiert sich als neue Landmarke an der Kennedyallee in Düsseldorf und bietet Mitarbeitern und Besuchern des Gebäudes zugleich eine grandiose Aussicht. Bürotürme mit Glasfassaden gelten als Markenzeichen für das Büro Ingenhoven Architects. Ihr Entwurf für das Sky Office zeichnet sich ebenfalls durch hohe Transparenz sowie eine skulpturale Gebäudeform mit einem spektakulären Dachabschluss aus. Die transparente Gesamtwirkung des Hauses wird erleichtert durch die einheitliche Büronutzung der 23 Geschosse, das doppelgeschossige Foyer für Sonderbereiche und die Durchwegung des Gebäudes im Eingangsbereich. Interessant bei der Architektur ist, dass die Büros selber von Offenheit und Transparenz geprägt sind- also nicht nur der Eingangsbereich, der aus Corporate Identity Gründen oft großzügig offen gestaltet wird. Effizienz durch raffinierte Lösungen zu erzielen war eingemeinsames Leitziel des Planungsteam. So fügt sich der Lichtentwurf von Kardorff Ingenieure kongenial in die architektonische Konzeption mit geringstmöglichem Energieverbrauch, hoher Ergonomie und prägender Wirkung in der Nacht ein. Für die Büroräume selbst, die tagsüber zum größten Teil von natürlichem Licht durchflutet sind, entwickelten die Lichtplaner eine Bürosonderleuchte, die drei Aspekte berücksichtigt: niedriger Energiebedarf durch überwiegend direkte Strahlung, eine acht Watt Zusatzlampe, die ausschließlich für die Fassadenbeleuchtung zuständig ist, sowie eine flexible Montage, die keine Rohbauinstallationen benötigt. Besonders letzterer Punkt stellt eine Neuheit dar. Die Leuchte ist als über drei Meter langer Kragarm im Technikkoffer verankert und wird über diesen elektrisch versorgt. Die Montage wird durch eine Stahlseilabhängung am vorderen Ende der Leuchte möglich, die leicht nachträglich hergestellt werden kann. So ist erst nach tatsächlicher Stellung der Trennwände eine Montage der Leuchten möglich und damit eine völlig freie Positionierung und keinerlei Vorrüstungen von aufwendigen Betoneinlegearbeiten in den Kühldecken, die wie sonst bei üblichen Gebäuden in jedem Deckenfeld zu erfolgen hätten. Trotz dieses innovativen Ansatzes wurde die Leuchte so einfach konstruiert, dass ein sehr geringer Investitionspreis für den Bauherrn erzielt werden konnte. Diese Lösung trifft genau den Kerngedanken des Nutzungskonzeptes des Gesamtgebäudes, für den Bauherrn eine größtmögliche Flexibilität in der Raumnutzung zu erreichen. […]
—-
Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 74

My opinion:

Leave a comment / Kommentieren

Leave the first comment / Erster Kommentar

avatar
wpDiscuz

©2017 published by VIA-Verlag | Marienfelder Strasse 18 | 33330 Guetersloh | Germany

Page generated in 0,224 seconds. Stats plugin by www.blog.ca