12. Jun 2017

Die Einbindung von Designforschungsstrategien in die Ausbildung und Berufspraxis eines Lichtdesigners.

Text: Dr. Amardeep M. Dugar and Dr. Karolina M. Zielinska-Dabkowska


Die Definition der Designforschung im Bereich der Architekturbeleuchtung dreht sich darum, was man unter Forschung versteht und was für eine Rolle sie in der Ausund Weiterbildung sowie in der Praxis spielt. Es wird davon ausgegangen, dass sich die Designforschung eher als eine Entwicklung der Praxis versteht, als eine Ablenkung oder Abwechslung dazu. Dieser Beitrag erläutert die Rolle der Forschung bei der Entwicklung von innovativen Designansätzen sowie bei der Umsetzung und Anwendung bewährter Praktiken. Die Autoren beziehen sich auf Literaturquellen, um unterschiedliche Designansätze zu identifizieren und eine geeignete relevante Wissensgrundlage zu entwickeln. Dies erzielen sie durch eine Defragmentierung und eine neue Interpretation der bestehenden (akademischen) Rahmen.

Architekturbeleuchtung hängt eng mit der Architektur, der Innenraumgestaltung und der Elektroplanung zusammen. Es handelt sich um die Gestaltung und Planung von Lichtlösungen – Tageslicht sowie elektrisches Licht, oder beides – im Interesse der Bedürfnisse der Nutzer. Laut Donoff (1) ist die Architekturbeleuchtung die kreative Gestaltung von Innen- oder Außenräumen mit Licht. Soll die Lösung in Übereinstimmung mit der Architektur gelingen, muss der Designer/Planer über das geeignete Know-how verfügen und entsprechende Erfahrungen und Expertise vorweisen. Damit angedeutet ist, dass die Architekturbeleuchtung im Gegensatz zu Bühnen- oder Eventbeleuchtung für einen längeren Zeitraum konzipiert ist. Licht für eine Theatervorstellung oder eine spezifische Veranstaltung besteht nur so lange das Bühnenstück oder Event dauert. Ferner bringt Donhoff vor, dass der Licht-designer über eine Wissensbasis verfügt, die sich in vielfacher Hinsicht von der eines Künstlers oder Produktdesigners, dessen Schwerpunkt eher bei der Gestaltung von „deko-rativen Lampen“ liegt, unterscheidet.

Als Lichtdesigner in der Architektur muss man über die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, um das Licht für Innen- und Außenraumprojekte aller Größenordnungen planen zu können. Im Bereich Licht benötigt man außerdem ein umfangreiches technisches Verständnis und muss die Fachterminologie beherrschen. Der Lichtdesigner muss mit der Anwendung und Steuerung (oder Lenkung) sowohl vom Tageslicht als auch vom elektrischen Licht umgehen können. Er muss verstehen, wie Leuchten zu installieren und in Betrieb zu nehmen sind, er muss die Eigenschaften der unterschiedlichen Lichtquellen sowie die Farbtemperaturen, die sie bieten, unterscheiden können und wissen was für Optiken benötigt werden beziehungsweise in Frage kommen. Die Designforschung bezieht sich auf die wissenschaftlichen Arbeiten, die unternommen werden, um das Design voranzubringen, indem man es systematisch und wissenschaftlich studiert und verbessert. Die Designforschung umfasst eine Vielzahl von Disziplinen wie Industriedesign, Design Computing, Interaction Design, Produkt- und Innovationsmanagement, Maschinenbau, Technik, Architektur sowie Innenarchitektur und daher auch Architekturbeleuchtung. Studien zeigen, dass die Designforschung mehrere relevante Auswirkungen auf die Lichtgestaltung in der Architektur hat: Die Forschungen zum Thema „dynamisches weißes Licht“, das die Farbtemperatur verschieben kann, um sich an die Tageslichtbedingungen anzupassen, deuten auf eine Verbesserung und Verkürzung der Genesungszeit bei Patienten im Krankenhaus hin (3,4).


Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe  PLD Nr. 103  sowie in unserer  PLD magazine App  (iPad App Store).


 

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