Projektbeteiligte:


Architekten: FCG Finnish Consulting Group Oy
Lichtdesign: WhiteNight Lighting Oy
Elektroplanung: FCG Finnish Consulting Group Oy
Metallarbeit: Markku Juselius Oy

11. Feb 2015

Schatten bei Tag und Nacht

Text: Joachim Ritter

In unserer Zeit haben die Olympischen Spiele längere Schatten als ihnen lieb ist. Zu sehr steht der Olympische Gedanke derzeit in der Diskussion um politischen Einfluss oder kommerzielle Bedeutung. Vor einem halben Jahrhundert hatten die Motive sicherlich einen anderen Schwerpunkt. Dafür allerdings kann sich kaum jemand daran erinnern. Ein Grund, mit langen Schatten positiv an 1952 zu erinnern.

In der Regel ist der Ansatz, geschichtliche Ereignisse mit Licht zu gestalten und zu inszenieren. Kaum jemand vermag es, den Schatten als Kern des Designs zu verstehen und die Kraft der Dunkelheit bewusst zu nutzen. Dabei gehören doch Licht und Schatten unzertrennlich zusammen. Warum nur versucht man oftmals mit allen Mitteln, sie von einander mit aller Gewalt mit einer Überdosis Helligkeit zu trennen und ihrer Natürlichkeit zu entziehen? Es geht eben auch anders. Der Schatten kann zum Kraftpaket werden. Die Olympischen Sommerspiele 1952 fanden in Helsinki Finnland statt und Ahvenisto bei Hämeenlinna war der Veranstaltungsort für den modernen Fünfkampf, wobei das Schwimmen eine der Disziplinen war. Das Freibecken ist inzwischen vom staatlichen Amt für Denkmalschutz in Finnland als Baudenkmal gelistet. Nach einer langen Zeit ist die Anlage nun originalgetreu restauriert worden. Ein Teil der Wiederherstellung sollte sowohl die Bedeutung des Ortes für Helsinki als auch im internationalen Sinn sein. Gestaltung ist in diesem Zusammenhang auch eine Frage des Lichtes – und des Schattens, wie es sich herausstellte. Das Lichtplanungsbüro WhiteNight Lighting wurde beauftragt, eine Lichtkunstinstallation für die neue Fassade des Betriebsgebäudes zu gestalten. Die Geschichte der Sportanlage sollte in die Lichtkunstinstallation integriert werden. Eine von WhiteNight Lighting ausführliche Analyse des Standorts zeigte, dass das Sonnenlicht während der Öffnungszeiten in einem optimalen Einfallswinkel auf die Fassade trifft. Auf dieser Erkenntnis beruhend, entschieden sich die Lichtdesigner dafür, Tageslicht zum Kern ihres Konzept zu machen.[…]

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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr.96

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