Kommentar: Quo vadis Lichtdesign(er)?Quo vadis lighting design(er)?

05. Aug 2011

Quo vadis Lichtdesign(er)?
Lichtdesigner, Wunschdenken, Wirklichkeit und was die Zukunft bringt

Text: Joachim Ritter

Es ist nicht mehr leicht, sich heute vorzustellen, wie die Rahmenbedingungen für freie Lichtdesigner vor 20 Jahren waren. Es gab keine speziellen Studiengänge und die jungen Menschen, die aktuell ein Studium beginnen, waren seinerzeit gerade geboren.
Es gab auch keine unabhängige Zeitschrift, die sich auf der Basis des Gestaltens und der Humanbiologie Gedanken um die Raumatmosphäre gemacht hat, die ja entscheidend durch Licht geprägt wird. Seit dieser Zeit hat sich in Europa wie auch in anderen Teilen der Welt viel geändert. „Wie langweilig“ werden sie nun sagen, „kein Beitrag, der mich interessieren könnte“. Doch ich kann ihnen versprechen, die Pointe kommt zum Schluss…

Ich behaupte, dass die Professional Lighting Designers‘ Association, PLDA global einen erheblichen Anteil an der Entwicklung des Berufes und diesem Wandel hat. PLDA hat Marketing in den seinerzeit bestehenden Marktstrukturen betrieben, eine Position gegenüber der Industrie aufgebaut und Lobbyarbeit geleistet. PLDA hat definiert, was ein Lichtdesigner von andern Planern und insbesondere von Lichttechnikern unterscheidet. PLDA hat an Ausbildungsstrukturen mitgewirkt und eine Identität für viele Gleichgesinnte geschaffen. PLDA hat aktuell 750 Mitglieder in mehr als 50 Nationen, die auch stolz auf diesen Verband und den Beruf des Lichtdesigners/in sind, den sie erlernen oder aktiv ausüben. Wie kurzlebig doch die Geschichte sein kann. Rasch wird vergessen, wie die geschichtlichen Zusammenhänge und gemeinsamen Erfolge sind. Das zeigt alleine die Kultur an den Hochschulen. Die Einführung von neuen Fachrichtungen an Hochschulen war selten das Werk von Einzelnen, sondern benötigte auch einen berufsorientierten Rahmen und ein Gefüge, eine Institution, die sich der Definition und der Lobbyarbeit verschrieben und den Professoren in ihrer Argumentation zugearbeitet hat. PLDA hat diese Arbeit geleistet. Doch ist ein Kurs erst einmal installiert, wird dieses schnell vergessen und ein Verband als Drohung empfunden, welche die Unabhängigkeit der Hochschule in Frage stellte. Studenten werden deshalb oft nicht an die Gemeinschaft herangeführt, sondern zu Einzelkämpfern erzogen, die von ihren Professoren anhängig sind. […]
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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 77.

Quo vadis lighting design(er)?
Lighting designer, wishful thinking and reality

Text: Joachim Ritter

It is not easy to imagine what conditions independent lighting designers were working under 20 years ago. There were no special university courses and the young people embarking on a course of studies right now had only just been born back then and can hardly describe what this means for the lighting industry today. There was no independent magazine dedicated to investigating and publishing information based on design and human biology and giving any real thought to the atmosphere in architectural spaces, where light – as we now know – plays a decisive role. Over the last 20 years a lot has changed in Europe as well as in other parts of the world. “Of course” you will say. But please – bear with me – the main point I want to make comes at the end…

I maintain that the Professional Lighting Designers’ Association, PLDA has made a difference globally to the development of the profession and to the changes that have taken place. PLDA made marketing efforts within the market structures then currently in place, has built up a position vis-à-vis the industry and lobbied for the profession in various ways. PLDA has defined what differentiates a lighting designer from other designers or planners, and in particular from lighting engineers. PLDA has contributed towards creating education programmes and has established an identity that many like-minded individuals can share. PLDA currently has over 750 members in more than 50 countries around the world who are proud of the association and the profession they are learning or already practising.
History can be so short-lived… Historical correlations and concerted successes are quickly forgotten. The academic world is just one example. The introduction of new branches of study at universities was seldom the work of individuals, but required a profession-oriented backdrop and a structure, an institution, which committed to defining the contents of the course, lobbied and supported the professors to get it installed. […]
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The full version of the article can be found in PLD No. 77.

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