05. Feb 2011

Tanz der Flamingos
Plaza Lo Castillo in Comuna Vitacura in Santiago de Chile/RCH

Text: Alison Ritter
Photos: Pedro Mutis

Welche Stadt hätte nicht gerne Flamingos in ihrem Stadtpark? Nun, wenn auch die Umsetzung schwierig, wenn nicht gar unmöglich, erscheint, kann man doch versuchen, mit Kunstobjekten und entsprechender Beleuchtung zumindest zu dokumentieren, dass man die filigranen Tiere ehrt. Paulina Sir beleuchtete die vom Stararchitekten Gonzalo Mardones entworfenen Objekte in einem neuen Stadtpark in Santiago de Chile.

Vitacura ist eines der exklusivsten Viertel der Großstadt Santiago de Chile. Hier wohnen etliche aristokratische Familien sowie einige der einflussreichsten Politiker und leitende Figuren der chilenischen Geschäftswelt. In der Nähe findet man einen Flughafen, Luxushotels, Nobelkaufhäuser und sogar einen Polo- und Reitclub. Es versteht sich von selbst, dass dieses superelegante und repräsentative Viertel eine superelegante und repräsentative Lösung für die Gestaltung der Plaza Lo Castillo benötigte.
Laut Gonzalo Mardones soll die Architektur für Menschen und nicht für Architekten entworfen werden, was wiederum erklärt, warum die Plaza Lo Castillo auf die Gestaltung im menschlichen Maßstab beruht. Die Designs und Entwürfe von Mardones zeichnen sich durchstarke geometrische Formen aus – klare Linien und einfache, strenge Formen sind ganz in seinem Sinne, wobei das Ergebnis immer ein wahres Raumerlebnis ist: „Essentielle Architektur aus Ideen, Licht und Raum“.
Die Plaza in Vitacura ist keine Ausnahme. Die Planer wurden beauftragt, einen erinnerungswürdigen Platz an der Avenida Vitacura – der Hauptachse, die durch das Viertel läuft und den Plaza Lo Castillo mit der El Mañío Promenade verbindet – zu kreieren. Der Park selbst sollte einladend wirken und den Bürgern Santiago de Chiles einen Ort bieten, wo sie sich entspannen oder Freunde treffen können. Außerdem sollten in den Gärten eine breite Palette an temporären Aktivitäten stattfinden können. Primär für Fußgänger gestaltet, sollte die Plaza Lo Castillo bedingt auch dem Autoverkehr gerecht werden. Den menschlichen Maßstab hat der Architekt auf verschiedene Art und Weise erzielt. Die Anordnung der Gärten bietet eine klare Übersicht. Die geometrische Auslegung der Wege unterstützt die Orientierung im Park. Das Hauptmerkmal sind zweifellos die Flamingo-Sonnenschirme, die tagsüber Schutz vor der Sonne bieten und nachts als Flächen dienen, die kunstvoll beleuchtet werden können. Alle Komponente auf dem Platz – Sitzmöglichkeiten, Cafés, kleine Läden – werden auf der Plazaebene optisch miteinander verbunden, wobei der Himmel als größter Protagonist das Gesamtbild zusammenhält. […]
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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 75

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