05. Okt 2010

Aus der Finsternis heraus…
Erhaltung und Wertschätzung der Geschichte: Nuestra Señora de la Asunción y del Manzano Kirche, Hondarriba/E

Text: Intervento / Andréa Espírito Santo
Photos und Zeichnungen: Intervento

Wenn wir alte Gebäude betreten und die Vergangenheit wieder aufgreifen, um geschichtliche Fakten und Besonderheiten wieder aufleben zu lassen, entdecken wir manchmal wertvolle Schätze, die über die Jahre abgewertet wurden. Das kann aufgrund eines fehlenden Sinnes für Ästhetik oder aufgrund der fehlenden Initiative sein, eine alte Struktur angemessen in Stand zuhalten. Auch wenn das dafür verwendete technische Equipment – wie zum Beispiel die Beleuchtung – aus einer anderen Ära stammt, kann es helfen, unser kulturelles Erbe zu sichern und die neugierigen Augen jener zu verzaubern, die seinen Ursprung suchen.

Die Stadt Hondarribia liegt in der Provinz Gipuzkoa in der Autonomen Gemeinschaft Baskenland im Osten Spaniens. Aufgrund seiner Nähe zur französischen Grenze hat dieser kleine Ort mit seinem milden Klima und seiner gut erhaltenen Umgebung eine ähnliche Geschichte wie so viele andere Regionen im mittelalterlichen Europa: Vom Krieg zerrüttet war die Stadt über Jahrhunderte gezwungen Schutzmauern zu errichten, noch vor ihrer offiziellen Gründung. Der blühende Hafen am Golf von Biscaya, von wo aus viele verschiedene Produkte von Kastilien und Navarra zu anderen europäischen Häfen verschifft wurden, war ein begehrter Preis für Eroberer. Die Bedeutung des historischen Stadtkerns von Hondarribia wurde anerkannt, als es für seine gut erhaltene mittelalterliche Architektur und archäologische Ruinen zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Zu diesen Ruinen zählen das Santa Maria Tor, durch das man in das Stadtzentrum gelangt, und auch Teile der Mauer, die im 15ten Jahrhundert auf Befehl der katholischen Monarchen Isabella I. von Kastilien und Ferdinand II. von Aragon errichtet wurde (die jüngste der vielen Mauern, die zum Schutze der Stadt erbaut wurden). Im historischen Stadtkern selbst führen die gepflasterten Straßen und die Gebäude mit den dekorativ gefertigten Eisenbalkonen den Besucher auf einer gehaltreichen und beachtlichen historischen Reise zu der Hauptattraktion, die Kirche Nuestra Señora de la Asunción y del Manzano. Errichtet inmitten des politischen und militärischen Umbruchs der Region, in dem das Königreich von Kastilien das von Navarra erobern wollte, erinnert diese Kirche an die Stärke des Katholizismus und die Versteuerung, die zu dieser Zeit den Gläubigen auferlegt wurde, mit dem Versprechen sie von ihren tiefsten Ängsten zu befreien. Als die Kirche restauriert wurde, stellte der Auftraggeber Teusa SA fest, dass die architektonische Pracht der Nuestra Señora de la Asunción y del Manzano Kirche in Gefahr war, verloren zu gehen. […]
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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 73

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