11. Feb 2015

Nr. 96 – Außenraumlösungen

Jan/Feb 2015

Denkmal mit Bedeutung
The Kelpies – zwei monumentale Pferdekopf-Skulpturen
Teil von The Helix, einem großen Erholungsgebiet in Falkirk, Schottland
Text: Alison + Joachim Ritter
Was macht eine Geschichte zum Mythos, gibt dem Denkmal eine Bedeutung? Ist es der Name, die gelungene Gestaltung oder doch die Geschichte hinter dem Denkmal? Die Beleuchtung der Kelpies in Schottland zeugte von einer Annäherung an das Beleuchtungskonzept durch die Diskussion zwischen Lichtdesigner und Künstler. Ein Fallbeispiel für Missverständnisse und Eigendynamik der Bewertung von Kunst im öffentlichen Raum.

Nachtschatteneffekte
Entwicklung des Lichtkonzepts für den Eram-Garten in Schiras, Iran
Text: Joachim Ritter
Iranische Gärten stehen beispielhaft für iranische Kunst und Literatur. Der besondere Fokus dieses Beitrags liegt auf der Beziehung zwischen dem „Genius Loci“ iranischer Gärten und iranischen Künstlern. Ein Hauptelement des Genius Loci sind die entstehenden Licht- und Schattenmuster, wenn das Sonnenlicht durch das Laubwerk gefiltert wird.

Schatten bei Tag und Nacht
Die Lichtkunstinstallation Ahvenisto Shadow Play in Hämeenlinna/FIN
Text: Joachim Ritter
In unserer Zeit haben die Olympischen Spiele längere Schatten als ihnen lieb ist. Zu sehr steht der Olympische Gedanke derzeit in der Diskussion um politischen Einfluss oder kommerzielle Bedeutung. Vor einem halben Jahrhundert hatten die Motive sicherlich einen anderen Schwerpunkt. Dafür allerdings kann sich kaum jemand daran erinnern. Ein Grund, mit langen Schatten positiv an 1952 zu erinnern.

Mehr als ein Zaun
Die Lichtkunstinstallation „Not Whole Fence“ am Southwest University Park, El Paso, Texas/USA
Text: Joachim Ritter
Ein Zaun hat in der Regel die Aufgabe abzuschrecken und zu distanzieren. Das aber ist bei eben diesem Zaun wohl gehörig danebengegangen. Denn dieser Zaun am Rande des El Paso Baseballstadions in Texas/USA wirkt einladend und fordert auf, einmal durch ihn hindurch zusehen. Die Neugier wird geweckt. Das visuelle Erlebnis bezieht sich nicht nur auf das Geschehen hinter dem Zaun, sondern auch auf den Zaun selbst. Das Spiel mit dem Licht zwischen den Aluminiumlamellen ist dynamisch, aber ganz ohne zusätzliche Steuerung und Technik.

„Licht-Medellínes“
Entwurf eines Beleuchtungskonzepts für die
Stadt Medellín und das Aburrá Tal in Kolumbien
Text: Roger Narboni, Pascal Chautard
Zum allerersten Mal wurde in Kolumbien in der Stadt Medellín ein professioneller Workshop zum Thema Erstellung eines Lichtmasterplans ausgerichtet. EILD 2014, ein Treffen von ibero-amerikanischen Lichtdesignern, bot dafür den Rahmen. Ziel war es, den Workshop-Teilnehmern eine Arbeitsmethode beizubringen, um die Nachtlandschaft des Stadtgebietes von Medellín zu entwerfen. 41 Fachleute (Lichtdesigner und Architekten aus verschiedenen Ländern in Mittel- und Südamerika, Architekten und Ingenieure aus den öffentlichen Wirtschaftsbetrieben Medellíns und dem städtischen Planungsamt) nahmen an dem Workshop teil. In nur sechs Tagen sollten die Grundlagen für einen Lichtmasterplan für die Stadt mit ihren 2,636 Millionen Einwohnern geschaffen werden. Die Nachtlandschaft der Stadt, sowie die unvermeidliche dunkle Infrastruktur als Folge der 2030 in Kraft tretenden Vorschriften, mussten dabei mit bedacht werden: Entwicklungsstudien (Studie BIO 2030 des Aburrá Tals) hat die Stadtverwaltung schon durchgeführt, und der Raumordnungsplan für die Stadt wurde am 3. November 2014 verabschiedet.

Kreativer Schub
Neue Technologien machen den Weg frei für neue Kreativität
Text: Tapio Rosenius
Natürliches Licht ist ständig in Bewegung. Beeinflusst durch die Rotation des Planeten, die Wettersysteme, die Natur, die Architektur und menschliche Aktivitäten macht das natürliche Licht fortdauernd Änderungen durch. Es breitet sich wellenförmig aus, verschiebt sich, flackert, wird hell oder dämmerig. Faszinierend komplexe Licht- und Schattenmuster bespielen die Wände unserer Häuser, bewegen sich hin und her und verwandeln sich vor unseren Augen, wenn wir durch einen Park laufen. Warum nur wird die künstliche Beleuchtung im Vergleich so langweilig und statisch gestaltet?

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