05. Sep 2014

Nr. 94 – Lichtkulturen und Crossover

Jul/Aug 2014

Formel für fließende Formen
Heydar Aliyev Center in Baku/AZ
Text: Joachim Ritter
Als Land durchlebt Aserbaidschan aktuell massive gesellschaftliche Veränderungen. Die Nation entwickelt eine neue Identität beruhend auf einer Mischung von kulturellen Elementen der sowjetischen Vergangenheit, der islamischen Religion, der Öl- und Gasindustrie, sowie einem neuen Verständnis für westliche Architektur. Baku steht als Hauptstadt im Mittelpunkt dieser Veränderungen. Beispielhafte moderne Architekturprojekte wie die Flame Towers und die Baku Crystal Hall, die rechtzeitig für den Eurovision Song Contest 2012 fertig gestellt wurde, definieren jetzt schon die neue Skyline der Stadt. Dazu kommt nun das Heydar Aliyev Center, ein weiteres Beispiel der zukunftsorientierten Sichtweise des ganzen Landes.

Eisschmelze
Licht als Form definierendes Element. Eine Skihütte in Zhangjiakou/ROC
Text: Joachim Ritter
Dies ist die Zeit für neue Ansätze und Ideen. Technologische Quantensprünge führen allerdings erst dann auch zu großen Entwicklungsschritten, wenn man sich völlig von den althergebrachten Strukturen und Denkweisen befreit und neue Wege sucht, die einem auf den ersten Blick verborgen bleiben. Licht in der Architektur kann aktuell deshalb nicht nur eine Trendfrage, sondern ein Kultursprung sein.

Eine grandiose Arbeit
Das neue Restaurant TAO Downtown in New York City/USA
Text: Joachim Ritter
TAO Downtown befindet sich unter dem Maritime Hotel in Chelsea, einem Stadtteil des
Borough Manhattan in New York City, wo es zahlreiche populäre Restaurants gibt. Da es schon weit über 16.000 Fullservice-Restaurants in New York City gibt, erfordert es eine Menge positives Denken, wenn nicht grenzenloses Selbstbewusstsein, um zu glauben, dass ein neues Speiserestaurant die anderen alle übertreffen wird. Der Ruf eines Restaurants steht und fällt mit der Qualität der gebotenen Speisen – sowie mit dem Service, der Sauberkeit und der Gesamtatmosphäre. Was ist also hier der Clou?

Lernen durch Erfahrung
Kontextabhängige Modalitäten des Lichtdesigns in Indien
Text: Anusha Muthusubramanian, Integrated Lighting Design
Ein Lichtdesignprojekt ist ein langer, erlebnisreicher Prozess, beginnend mit der Konzeptphase bis hin zur Realisierung. Die Vision eines Designers auf Papier kann erst in die Realität umgesetzt werden, wenn man eine Unzahl kontextabhängiger and technischer Fragen akribisch durcharbeitet. Durch Erfahrung lernt der Lichtdesigner, jede Hürde zu bewältigen. Indien bietet als Land großartige Möglichkeiten, Lichtdesignprojekte zu realisieren. Die neuesten Trends und Technologien werden immer schneller übernommen und entwickelt. Im Kontext gesehen, entstehen bei der Koordination und der Durchführung jedes Projekts sowohl Herausforderungen als auch Vorteile. Kennt der Designer die Dynamik des Ablaufs, kann das helfen, das Lichtkonzept effektiv durchzusetzen. In Indien ist Lichtdesign als Beruf relativ neu, gewinnt aber an Anerkennung und Bedeutung.

Reflektiertes Licht in der iranischen Architektur
Reflexion oder Spiegelung des Lichts
Text: Hamid Moslehi, Gründungsmitglied der lichttechnischen Gesellschaft Irans
Die Reflexion oder die Spiegelung des Lichts ist ein integraler Teil der Kunst und der Wissenschaft der Lichtgestaltung. Sie spielt eine wesentliche Rolle sowohl in der Architektur als auch in dem Design und in der Herstellung von Leuchten. Nach langjähriger Forschung, reichlichen Untersuchungen und Studien verstehen wir nun besser, wie das Potential der Reflexion optimal genutzt werden kann: Durch das Fokussieren des Lichts auf spezifische Gegenstände oder Oberflächen können wir Leuchtdichte erzeugen und Atmosphäre schaffen. Seit der Antike haben sich die Menschen bemüht, die Reflexion bewusst in der Architektur anzuwenden und die Perser waren mit die ersten Menschen, die Räume mit reflektiertem Licht gestaltet haben. Sie entwickelten die einzigartige Kunst des Spiegelmosaiks, das Aufkleben von Spiegelmosaiksteinen auf Wänden und Decken.

Licht, Kunst und Architektur in der Kultur der westlichen Welt
Eine kritische Betrachtung der Zusammenhänge
Text: Dorukalp Durmus
Stellen Sie sich vor, Sie befinden sich in einem komplett abgedunkelten Raum. Sie haben die Augen weit auf, können aber wegen des mangelnden Lichts weder Gegenstand noch Raumoberfläche erkennen. Solche Bedingungen sind in der heutigen Hightech-Welt schwer zu erzielen. Wir sind umgeben von alltäglichen Gegenständen, die kontinuierlich Licht abstrahlen wie Smartphones, Computer, Armbanduhren, Wecker, Kühlschränke, Fernseher und nicht zuletzt die Sterne am Himmel in der dunkelsten Nacht. Man könnte jedoch die gewünschten Bedingungen in einer kontrollierten Umgebung oder im Labor schaffen, wenn Sie unbedingt das ausprobieren möchten, was jetzt kommt…

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