22. Jan 2014

Nr. 91 – Die Nacht gestalten

Nov/Dez 2013

Alles in einem Container
U-Bahnhof „HafenCity Universität“ in Hamburg/D
Text: Sonja Kiekens, Moritz Gieselmann
Authentisches Lichtdesign statt Normerfüllung, dezentes Spiel von Farbreflexen auf der Wand statt Werbeplakaten: Das ist die Station „Universität“ der U-Bahn U4 in Hamburg. Ein überzeugender Entwurf, kluge Planung und meisterhafte Umsetzung transformieren ein Verkehrsbauwerk in eine begehbare Lichtskulptur.

Paradies des 21. Jahrhunderts
Gardens by the Bay/SGP
Text: Moritz Gieselmann
Der Mittelpunkt des Paradieses war ein Baum. Auf den Darstellungen, die im Lauf der Zeit von ihm entstanden, sehen wir einen mittelgroßen, mit Früchten behangenen Apfelbaum, perfekt in seiner Form, obwohl er nicht vom Menschen gepflanzt, gedüngt und in Form gebracht worden war. Der Mittelpunkt der „Gardens by the Bay“ ist eine Gruppe von Bäumen, den „Supertrees“, vielleicht einer zeitgenössischen Variante der Paradiesvorstellung: Vom Menschen den heutigen Schönheitsvorstellungen entsprechend erdacht und gebaut und gegen Gebühr begehbar.

Der Umgang mit dem Erbe
Die Beleuchtung von Stätten des Weltkulturerbes – Fallstudie Valletta
Text: Rebecca Degiorgio
Als Teil des Master-Studiengangs „Light and Lighting“ an der Bartlett School of Graduate Studies, University College London, schrieb Rebecca Degiorgio ihre Abschlussarbeit zum Thema: Die Rolle der Beleuchtung in historischen Stadtkernen. Dabei setzte sie sich im Besonderen mit einer Form der städtischen Beleuchtung auseinander, die weit mehr anspricht als ein Grundbedürfnis nach Sicherheit. Die Studie konzentriert sich auf die Stadt Valletta, Malta und ist ein Versuch, das wahrgenommene Bild der Stadt bei Tag und Nacht zu erfassen und festzustellen, wie gestaltetes Licht dazu beitragen kann, Probleme zu lösen und sich den Herausforderungen zu stellen, welche Welterbestätten erleben.

Groß denken
Richtlinien für die Lichtgestaltung öffentlicher Räume in Stockholm
Text: Sebnem Gemalmaz
Bei der Betrachtung der neuen Auf- und Anforderungen der globalisierten Welt, beschäftigen sich städtische Behörden erstaunlicherweise vor allem mit dem Erscheinungsbild und der Identität ihrer Stadt, um deren lokale Besonderheiten hervorzuheben.Während die globalisierte Welt sich dermaßen schnell entwickelt, dass die Städte fortlaufend mit neuen Verantwortlichkeiten konfrontiert werden, unterliegt der städtischen Beleuchtung gleichzeitig ein erkennbarer Verwandlungsprozess. Die Beleuchtung des öffentlichen Raums wird zwangsläufig zum Bestandteil der zukünftigen Strategien der Stadtplanung und -entwicklung.

Beleuchten oder nicht beleuchten?
Text: Dr. Karolina M. Zielinska-Dabkowska
Im Laufe der letzten hundert Jahren haben die Menschen das Erscheinungsbild des Nachthimmels radikal geändert. Die Entwicklung der Industrie, der Wandel des Lebensstils sowie der Massenkonsum tragen alle je nach Tageszeit dazu bei, die natürliche Dunkelheit in großen Bereichen unseres Planeten zu untergraben. Bisherige Studien belegen, dass Lichtinstallationen, die nach Einbruch der Dunkelheit sichtbar sind, einen negativen Einfluss auf die Pflanzen- und Tierwelt haben.

Marktwandel vor dem Durchbruch
Text: Joachim Ritter
Seit Jahren wird diskutiert, dass sich der Markt im Umbruch befindet. Was dieses allerdings bedeutete, war bislang nur wenigen wirklich klar. Doch die Unsicherheit beginnt nun dem Gefühl zu weichen, dass die Zukunft zu meistern ist. Die vierte Professional Lighting Design Convention, PLDC2013 in Kopenhagen war insofern nicht nur eine Konferenz, die sich mit neustem Wissen befasste und dieses vermittelte, sondern auch ein Marktplatz, auf dem die Konturen der zukünftigen Lichtdesignbranche sicht- und erfahrbar wurden.

—-

Möchten Sie diese Ausgabe bestellen, klicken Sie hier.

My opinion:

Leave a comment / Kommentieren

avatar

©2018 published by VIA-Verlag | Marienfelder Strasse 18 | 33330 Guetersloh | Germany