01. Mrz 2012

Nr. 82 – Masterpläne

Feb /Mar 2012

Interaktiv in die Zukunft. Lichtinstallationen von Moment Factory in Montreal/CDN
Text: Joachim Ritter, Moment Factory
Mehr als 20 Jahre galten die Fête des Lumières in Lyon sowie die Bemühungen der französischen Großstadt, die Anwendung von Kunstlicht als Teil der Stadtraumplanung zu koordinieren, als richtungweisend. Der Lichtmasterplan hat in den Augen vieler Planer in Lyon gar das Licht der Welt erblickt. Aktuell steht der Außen(t)raumbeleuchtung jedoch eine kleine Revolution bevor. Denn die digitalen Möglichkeiten lassen die Planer in Welten vordringen, die dreidimensional und interaktiv sind.

Beispielhaft. Der Masterplan für Abu Dhabi/UAE
Text: Lara El Hashem
Viele haben schon von der Stadt Abu Dhabi gehört, doch die Wenigsten haben sich tatsächlich mit ihr beschäftigt. Lange Zeit stand sie im Schatten von Dubai. Erst als der Turm des Burj Dubai Gebäudes in den Zeiten der Finanzkrise seinen Höhepunkt fast nicht mehr zu erreichen schien, war es Abu Dhabi, oder besser gesagt der Scheich Chalifa bin Zayid Al Nahyan von Abu Dhabi, der den Turm zu seiner Vollendung brachte. Seitdem trägt er den Namen Chalifa-Turm. Ganz nebenbei lenkte der Scheich dabei das Interesse auf seine eigenen Konzepte, die vor allem den Anspruch der Nachhaltigkeit erfüllen sollen. Doch was ist so faszinierend an Abu Dhabi? Ist die Stadt denn wirklich ein gutes Beispiel und Vorbild für andere Städte der Zukunft? Oder wird sie irgendwann das gleiche Schicksal ereilen, mit Konzepten, die doch zu utopisch sind. Und zu guter Letzt: Was ist der Ansatz ihrer Entwicklung? Design, Energieeinsparung oder die erfolgreiche Kombination von beiden?

Drei Religionen – ein Lichtmasterplan für die Altstadt von Jerusalem/IL
Text: Roger Narboni
Seit frühester Zeit entschieden die Wasservorkommnisse über die Lage und Entwicklung der von Mauern umgebenen Altstadt Jerusalems. Ihre lange und weltbekannte Geschichte kann noch immer an der von Menschenhand geformten, sie umgebenden Landschaft abgelesen und verstanden werden. Die komplexe Verflechtung der von drei Religionen beherrschten Heiligen Stadt, mit dem Land auf dem sie steht und der Topographie des Geländes, verleiht der Altstadt Jerusalems ihren ganz besonderen Charakter und Charme. Die Anordnung und Form dieser geschichtsträchtigen Stadt mittels Licht nachzuzeichnen, stellte für die Lichtdesigner vom Planungsbüro Concepto unter der Leitung von Roger Narboni eine große Herausforderung dar, die sie mit großem Engagement annahmen.

Die Stadt als Bühne. Projektionskunstinstallationen in Beirut/LB
Text: Lara El Hashem
Als Teil des angehenden Entwicklungsplans für den Stadtkern Beiruts hat die private libanesische Firma Solidere, die federführend für den Ausbau und die Sanierung des zentralen Bezirks ist, im Juni 2011 das Projekt „Lighting Beirut Architecture“ (Licht für Beiruter Architektur) gestartet. Dies ist das erste Projekt, bei dem Projektionskunst als fester, integraler Teil eines großflächigen Beleuchtungsplans in den städtischen Raum einbezogen wurde. Zum zuständigen Team gehörten das französische Lichtplanungsbüro Light Cibles, die Spezialisten für Bildprojektionen und Multimedia- Design von DIAP aus Frankreich und Lampo Middle East.

Neue Paradigmen für städtische Plätze und ihre Nutzer
Text: Eduardo Gonçalves
Die Erkenntnis, dass städtische Umgebung komplex ist und aus vielen Typologien besteht, bedeutet, dass jede Forschungsstudie zu diesem Thema gut definiert sein muss. Die folgende Forschungsstudie wird sich auf städtische Zentren, speziell auf Fußgängerzonen und verkehrsberuhigte Zonen, fokussieren.

Lichtmasterplan – Auf dem Weg zu einem zielführenden Instrument?
Text: Dennis Köhler, Raphael Sieber
Mittlerweile wissen wir, wovon wir reden und dass wir ihn benötigen, sofern es um die ganzheitliche Beleuchtung öffentlicher Räume geht – oder etwa nicht? Der „Lichtmasterplan“ beziehungsweise „Masterplan Licht“, der „Lichtplan“, das „gesamtstädtische Lichtkonzept“, der „Beleuchtungsplan“, der „Stadtlichtplan“ oder doch eher der „Lichtleitplan“? Vielleicht wird die Terminologie ja überschätzt, zumindest insofern, als die genannten Begriffe zunächst keinen Rückschluss auf die Inhalte eines derartigen Plans zulassen – oder doch?

Designer mit Licht statt Lichtarchitekten. Im Gespräch mit Mark Major und Keith Bradshaw
Interview
Auch das wohl bekannteste Büro für Lichtdesgin Speirs + Major ist kein Selbstläufer und bleibt nicht von Veränderungen verschont. Die Überzeugung für Qualität scheint die einzige feste Größe in der Entwicklung des Büros. Alles andere wurde in den vergangenen zwei Jahren untersucht und neu durchdacht. Joachim und Alison Ritter führten ein Gespräch mit Mark Major und Keith Bradshaw und erhielten interessante Einblicke in die Gedankenwelt des Büros wie auch in das neue Verständnis für die Bedeutung des Lichtdesigners

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