05. Nov 2011

Nr. 79 – Lautes und leises Licht in der Stadtplanung

Okt 2011

Ich hol dir die Sterne vom Himmel
Das Lichtdesignkonzept für den Hyllie-Platz in Malmö/S
Text: Joachim Ritter
Hyllie klingt für nichtschwedische Ohren wie etwas aus dem Ikea Angebot. Um ganz ehrlich zu sein, klingen doch alle schwedischen Wörter wie aus dem Katalog des Möbelanbieters. Tatsächlich ist Hyllie ein neuer Stadtteil im schwedischen Malmö in Richtung Kopenhagen. Und da die Lichtqualität in den Außenräumen von Malmö und Kopenhagen grundsätzlich von hoher Qualität ist, durfte auch der neue Stadtplatz in Hyllie nicht konventionell sein, sondern musste auf eine besondere Weise beleuchtet werden, die so gar nicht in das Konzept der Massenware des schwedischen Möbelhauses passt.

Präzision
Ein Beispiel für die Präzision von LEDs: Der Aaresteg Mülimatt in Windisch/CH
Text: Sandra Lindner, Joachim Ritter
Ökonomie, Ökologie, hoher Nutzwert und die Präzision eines Schweizer Uhrwerks: all das verbindet die Beleuchtung des Aarestegs Mülimatt im Schweizerischen Windisch. Die LED-Beleuchtung trägt einen erheblichen Teil dazu bei. Mit dieser konnten raffinierte Lichteffekte realisiert werden, die so bisher nicht möglich waren. Und auch der Umweltschutz durch minimalen Energieverbrauch und geringste Lichtverschmutzung war ein Argument für das Konzept, aber das ist ja nichts Neues…

Lichtdesign –Die Schwarze Kunst
Text: Chris Lowe, PLDA, Philip Rafael, PLDA
Warum wird, obwohl ein Verständnis der Dunkelheit für wirklich inspiriertes Lichtdesign unersetzlich ist, Dunkelheit und Schatten in der Architekturbeleuchtung so selten gut und kreativ genutzt? Ist die Gestaltung der Dunkelheit nicht Teil des Aufgabenspektrums eines Lichtdesigners?

Lichtdesign ist eine Kunst
Text: Howard Brandston
Wir können alle lesen und schreiben, wir haben ein bestimmtes Wissen in Mathematik, wir können sprechen und kommunizieren – wir haben gelernt, wie man den Beruf unter Berücksichtigung der festgelegten Normen und Vorschriften ausübt. Das ist das absolute Minimum von dem, was man wissen sollte. Na und? Loben Sie Ihre Ausbildung nicht zu sehr – vielleicht war sie nicht mehr als eine stumpfe Schulung. Und hüten sie sich vor Artikeln in Zeitschriften, die manchmal nichts weiter als Werbepropaganda darstellen und Sie zum Opfer einer Gehirnwäsche machen.

Entwurf einer Licht-Atmosphären-Ästhetik
Über die atmosphärische Wirkung von Licht als Gestaltungsmittel
Text: Marco Ludwig
Licht als Gestaltungsmittel im öffentlichen Raum wird gegenwärtig zunehmend erfahrbar. So sind nachts in Städten spektakuläre Erscheinungsformen beleuchteter Architektur wie Gebäude und Brücken, Plätze oder gar ganze Straßenzüge zu beobachten. Dabei fällt auf, dass die entsprechende Verwendung künstlich, also elektrisch erzeugten Lichts über dessen konventionelle Aufgabe, in den Dunkelstunden Orientierung und Sicherheit zu verschaffen, hinausweist.

Der Stadtraum zur Kunstlichtzeit
Positionen und Beobachtungen
Text: Dennis Köhler, Raphael Sieber
Es ist immer öfter zu beobachten, dass Lichtplanungen viele Aspekte städtischer Gegebenheiten vernachlässigen. Die sozial-räumliche und damit auch zeitstrukturelle Perspektive wird bei bisher vorgelegten Lichtplanungen nur ausnahmsweise gesehen. Es fällt auf, dass Lichtplanungen nicht nur ein Mehr an objektbezogener Inszenierung bedeuten, sondern die kriteriengeleitete Lichtgestalt der Gesamtstadt ebenso selten im Blick ist, wie die darin praktizierten Nutzungsprozesse der unterschiedlichen Stadtbewohner, ihre zeitlich bestimmbaren Bewegungsformen und ihre kulturell basierten Aktivitätsmuster im Verlauf der Kunstlichtzeit.

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