01. Aug 2011

Nr. 77 – Transparenz

Jun/Jul 2011

Natur im Überhang. Alila Villen in Uluwatu, Bali/RI
Text: Joachim Ritter
Der im Villa-Stil gebaute Erholungsort in Uluwatu im Süden Balis steht auf einer Klippe und bietet einen Ausblick auf den Ozean. Das Lichtkonzept wurde von „der Macht der Natur“ beeinflusst und befasst sich mit fünf Schlüsselelementen: Wind, Mondlicht, Feuer, Wasser und Bäumen. Das entstehende Ambiente verleiht dem Urlaubsort eine unvergleichbar beruhigende Atmosphäre, die sowohl geistig als auch körperlich gut tut. Die wichtige Idee dabei war, natürliche Elemente in das Gebäude zu integrieren. Das Naturlicht bietet Tag für Tag ein einzigartiges Schauspiel.

Träume aus Wasser. Der neue Roca-Ausstellungsraum in Barcelona/E
Text: Joachim Ritter
In der sogenannten zivilisierten Welt des 21. Jahrhunderts halten wir fließendes Wasser in
unseren Häusern für selbstverständlich. Badezimmer haben sich über die Jahrzehnte deutlich entwickelt und bieten heutzutage oft ein umfassendes Wellness-Erlebnis. Das spanische Unternehmen Roca hat sich auf diesem Gebiet spezialisiert. Mit einem Mitarbeiterstamm von mehr als 20.000 weltweit und ein Vertriebsnetz, das 135 Länder umfasst, musste die Hauptfiliale sowie die Ausstellungsfläche repräsentativer wirken. Ein Statement war erforderlich – in Wassersprache – und mithilfe von Licht.

Glas statt Leuchten. Die Kirche in Dietenhofen/D lebt im Raum von der transzulenten Fassade aus Glas
Text: Joachim Ritter
Der Versuch, einen modernen Kirchenbau mit Glaselementen auf der Basis einer gotischen Referenz zu gestalten, ist oftmals schon im Ansatz zum Scheitern verurteilt. Baugeschichte lässt sich kaum wiederholen, ohne als billige Kopie entlarvt zu werden, die letztendlich nicht in die heutige Zeit passt. Farbiges Glas darf nicht billig aussehen und schon gar nicht modern technoid und entspiritualisiert. Und doch gibt es kaum etwas Anmutigeres als mit Tageslicht und Glas zu arbeiten.

Nutzerorientierte Schule: Hongodai Christ Church in Yokohama/J
Text: Alison Ritter
Als die für die Gestaltung der Schule und Vorschule für die „Hongodai Christ Church“ in Yokohama/J beauftragten Architekten und Ingenieure anfingen, am Konzept für das Gebäude zu arbeiten, war allen klar, dass die Tageslichtplanung eine entscheidende Rolle spielen würde. Die Schule sollte Räume für das spielerische Lernen anbieten. Zusätzlich sollte das Gebäude so entworfen und gebaut werden, dass es erdbebensicher sein würde.

Quo vadis Lichtdesign(er)?Lichtdesigner, Wunschdenken, Wirklichkeit und was die Zukunft bringt
Text: Joachim Ritter
Es ist nicht mehr leicht, sich heute vorzustellen, wie die Rahmenbedingungen für freie Lichtdesigner vor 20 Jahren waren. Es gab keine speziellen Studiengänge und die jungen Menschen, die aktuell ein Studium beginnen, waren seinerzeit gerade geboren. Es gab auch keine unabhängige Zeitschrift, die sich auf der Basis des Gestaltens und der Humanbiologie Gedanken um die Raumatmosphäre gemacht hat, die ja entscheidend durch Licht geprägt
wird. Seit dieser Zeit hat sich in Europa wie auch in anderen Teilen der Welt viel geändert.

Wohnlich(t) geht auch ohne. Villa Knodel in Bergisch-Gladbach/D
Text: Prof. Susanne Brenninkmeijer
Stimmungsvolle, differenzierte Raumerlebnisse mit Hilfe von Licht sind auch ohne die herkömmlichen Temperaturstrahler möglich. Ein gutes Beispiel dafür ist das Lichtkonzept der Privatvilla Knodel in Bergisch Gladbach/D. Hier wurden Glühlampen nicht durch Kompaktleuchtstofflampen ersetzt, sondern durch Niedervolt-Halogenglühlampen unter Verwendung eines BUS-Systems.

Eine ganz neue Welt. Lights in Goa/IND
Text: Joachim Ritter
Indien gilt wirtschaftlich als sogenanntes Schwellenland. Was aber bedeutet diese Kategorisierung? Es bedeutet in jedem Fall einen Wandel einer Nation, dessen Potential Landfläche und Absatzmärkte sind. Dieser Prozess erstreckt sich über Zeiträume von Jahrzehnten. Auch in der Lichtdesignkultur müssen Jahrzehnte des Wandels eingeplant werden. Aber mit den ersten praktischen Lichtworkshops der Jahre 2010 und 2011 haben IIID und PLDA die Verantwortung übernommen und diesen Prozess in Gang gebracht.

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