25. Mai 2016

Nr. 101 – Tunnelblicke


Genius Luci – EUR in Rom

Design: elena Conelian Gentili, Helena Gentili Lighting Design
Carlo D’Alesio, Studio D’Alesio & Santoro
Daria Casciani, Politecnico di Milano, Dipartimento di Design – Laboratorio Luce

Text: Helena Conelian Gentili, Carlo D’Alesio, Daria Casciani

Fig.-1-Work-in-progress-design-table
In diesem Beitrag wird „Genius Luci“ beschrieben, das Siegerprojekt in einem internationalen Ideenwettbewerb für Lichtdesignlösungen, der ausgeschrieben wurde, um die Kultur des Lichts über den engen Kreises der professionellen Lichtdesigner hinaus zu verbreiten und die Diskussion und den Austausch mit und unter anderen Fachdisziplinen anzuregen und auf diese Weise die Bedeutung von kreativen Lichtdesignlösungen für zukünftige städtische Umgebungen zu unterstreichen.


Ein erhebendes Erlebnis: Zwei Lichtinstallationen für die Altstadt Zutphen/NL.


Text: Joachim Ritter

Marstunnel-0667

Die Niederländer sind weltweit nicht unbedingt als Tunnelbauer bekannt. In der Regel braucht es auf dem weiten flachen Land nur Unterführungen unter den Flüssen. Was sie aber gut können, ist eben diese Unterführungen modern beleuchten. In diesem Feld gibt es mittlerweile einige interessante Beispiele dafür, wie schnöde und/oder technisch geprägte Durchgänge zu HCL-Gestaltungen werden, wenn man diesen Begriff mal etwas anders auslegt als nur mit Biorhythmik und Lichttemperaturverschiebung.


Halb Fisch, halb Fleisch: Die Cuyperspassage in Amsterdam

Architekten: Benthem Crouwel Architects
Text: Bearbeitet von Joachim Ritter

611_Langzaamverkeerspassage_Amsterdam_CS_N12_a3_haupt

Es ist nicht neu: keramische Wände als Tunnelhaut fühlen sich in der Regel klinisch an. Doch wenn man den Tunnel in zwei Hälften teilt und komplett anders gestaltet, erfährt der keramische Wandteil plötzlich eine Aufwertung, der wir uns sogar erfreuen können. Nichts ist so lehrreicher wie ein direkter Vergleich. Ein Tunnel in zwei völlig unterschiedliche Hälften aufzuteilen und zu gestalten gibt uns die Möglichkeit beide Varianten zu betrachten und grundlegende Regeln der Lichtgestaltung zu erläutern. Da wir voraussetzen können, dass alle Normen zur Beleuchtungsstärke erfüllt wurden, stellt sich die Frage, warum wir die eine oder andere Hälfte bevorzugen. Welche Wirkung hat eine dunkle Decke, was bedeuten glänzende und reflektierende Oberflächen?


Unterirdisch neu erfunden: Empire Blackyard Unterführung in Moskau/RUS.

Raumkonzept und Lichtdesign: L1 in Zusammenarbeit mit Solvers Engineering und Künstler Anton Grechko
Text: Joachim Ritter

IMG_3511haupt

Die russische Hauptstadt hat ein neues Banken- und Geschäftsviertel: die Moscow City. Die Entwicklung hat sich entscheidend auf die Stadtlandschaft ausgewirkt, die nun mit Großstädten wie London, Frankfurt und New York City mithalten kann. Doch so, wie unsere modernen Städte nun mal funktionieren, spielt sich ein Teil des Verkehrs „unter Tage“ ab. Tunnel und Röhren pur. Ein Gedanke ist, die Nachteile zum Vorteil zu machen, die schnöde Röhre zur kreativen Bühne werden zu lassen.


Umdenken

Text: Rouzana K. Kopti

Lighting-alleys

Der Schwerpunkt meiner Masterarbeit war die Beleuchtung von engen Straßen und Gassen und die Relevanz dieser lichtgestalterischen Aufgabe im öffentlichen Raum. Meine Vision war, diese besonderen Außenräume neu zu definieren und „Außenraum Korridore“ zu erschaffen.


Der öffentliche Raum – der Raum, der der Öffentlichkeit gehört

Text: Riccardo Marini

About-cities-3

Bei urbaner Qualität geht es darum, Orte zu schaffen – eine Nachbarschaft, Stadt oder Großstadt, in denen man sich nicht
gerne aufhält – in Orte zu verwandeln, die man nie verlassen möchte. Aber was für eine Stadt wollen die Stadtbewohner?
Wurden sie überhaupt schon einmal gefragt?!

 

Strategien für die Beleuchtung – jetzt und in der Zukunft

Text: Iris Dijkstra

Frösche haben die seltsame Eigenschaft, subtile Temperaturänderungen nicht wahrzunehmen: Wenn man einen Frosch in einen Topf mit kaltem Wasser setzt und diesen ganz langsam erhitzt, bleibt er sitzen, bis es für einen Absprung zu spät ist und er verbrüht. Das „Boiling Frog“ Syndrom ist auch im Bereich der öffentlichen Beleuchtung deutlich erkennbar. Die kleinsten Risiken und Änderungen bleiben unbemerkt. Oft ist es praktischer und bequemer, alles beim Alten zu lassen.

 

Lichtmasterpläne – was kommt danach?

Text: Roger Narboni

Der Lichtmasterplan ist zum unumgänglichen Instrument für multidisziplinäre Teams geworden, die sich 24 Stunden am Tag mit dem Thema städtische Entwicklung beschäftigen. In Form von einer Reihe von Empfehlungen kann er dazu beitragen, dass Politiker die richtigen Entscheidungen treffen, um die Städte bei Dunkelheit attraktiver
und einladender zu machen und den Erwartungen der Bürger von morgen gerecht zu werden.

 

Think Tank

Results of a one day Think Tank by experts: Lorna Goulden, Roger Narboni, Tapio Rosenuis, Riccardo Marini, Martin Valentine, Dr. Alexander Rieck, Daniel Latorre.
Text: Jacinda Ross, Jenny Werbell

untitled

Wie können wir bevorstehende Entwicklungen in der bebauten Umwelt und in der Technologie erkennen und beschreiben, um eine zielgerichtete und sozial angemessene Ausrichtung und Entwicklung des Lichtdesigns zu fördern? Während der PLDC 2015 in Rom diskutierten sieben innovative Vordenker aus den Bereichen Architektur, Lichtdesign, Stadtplanung und technologieorientierten Geschäftsmodellen, um Antworten auf diese Frage zu liefern.


LED-Werbeflächen im urbanen Kontext

Text: Dr. Karolina M. Zielinska-Dabkowska, Julia Hartmann

DSC-1065_reduced

Dieser Beitrag spricht Kernfragen an, die im urbanen Kontext den Umgang mit digitalen LED-Werbeanlagen an Gebäuden betrifft. Gerade weil dieses Thema neu und komplex ist, braucht es einen bewussten Umgang und eine realistische Bewertungsgrundlage.

—-

Möchten Sie diese Ausgabe bestellen, klicken Sie hier.
Möchten Sie die Zeitschrift abonnierenklicken Sie hier.

My opinion:

Leave a comment / Kommentieren

Leave the first comment / Erster Kommentar

avatar
wpDiscuz

©2017 published by VIA-Verlag | Marienfelder Strasse 18 | 33330 Guetersloh | Germany

Page generated in 0,229 seconds. Stats plugin by www.blog.ca