05. Aug 2010

Kunst real und unverfälscht
Neues Akropolismuseum in Athen/GR

Text: Arup Lighting, Alison Ritter
Photos: Christian Richters, Peter Mauss, KTIRIO Technical Editions, Arup Lighting

Es ist zwar nicht eins der sieben Wunder der antiken Welt, aber die Akropolis in Athen würde wahrscheinlich von jedem Schulkind erkannt und von Außerirdischen als Standort der wohl berühmtesten Ruinen des blauen Planeten erkannt werden. Unter Architekten und Lichtdesignern wird der Parthenon, selbst die bedeutendste noch bestehende Struktur des Antiken Griechenlands, oft als gutes Beispiel für Tageslichtarchitektur zitiert, was praktisch zwingend die Konsequenz zur Folge hatte Tageslicht als primäre Lichtquelle für die Exponate im Neuen Akropolismuseum zu planen. Doch eigentlich ging es sachlich betrachtet darum antike Kunst in den Lichtverhältnissen darzustellen, wie sie schon vor 2600 Jahren präsentiert wurde: Völlig natürlich und unverfälscht.

Nachdem das Architektenbüro Bernard Tschumi Architects im Jahre 2001 den Architekturwettbewerb gewonnen hatte, fing Arup Lighting an, in enger Zusammenarbeit mit den Architekten ein Lichtkonzept für die Ausstellung der weltberühmten Kunstschätze und ein für die Besucher unvergessliches räumliches Erlebnis zu entwickeln. Beauftragt wurde das von Florence Lam geleitete Lichtdesigner-Team in London von OCNAM (Organization for the Construction of the New Acropolis Museum). So war Arup Lighting verantwortlich für das Projekt bis hin zur Eröffnung und zur ersten Ausstellung. Licht ist das Hauptthema des Neuen Akropolismuseums. Es ist wichtiger als jedes andere Gestaltungselement und von zentraler Bedeutung für die Architekturplanung. Großflächige Verglasungen an den Fassaden und auf dem Dach erlauben dem natürlichen Licht die Innenräume zu durchfluten – in Anerkennung der besonderen Leuchtkraft des Himmels über Attika. Dieses Museum besteht nicht nur um einer spezifischen Ausstellung willen, sondern ist ein Symbol für moderne Architektur. Das Gebäude ist einladend und offen für Besucher – ein wahres Tageslichtmuseum. Das Licht sollte so weit wie möglich die Außenraumbedingungen widerspiegeln, unter denen viele der Architekturskulpturen ursprünglich gesehen wurden. Es ist gerade diese enge Verbindung zwischen Tageslicht und Kunst, die das Neue Akropolismuseum einmalig macht.

Der Archaiksaal
Wie bei den meisten Ausstellungsräumen wollten die Architekten den Archaiksaal mit Tageslicht durchfluten. Natürliches Licht drängt in den Raum über die über zwei Etagen reichende Nordfassade sowie über eine Reihe Oberlichter ein. […]
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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 72

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