Text: Eduardo Gonçalves
Photos: Martine Doyon, Tony Oursler

05. Apr 2012

Neue Paradigmen für städtische Plätze und ihre Nutzer

Die Erkenntnis, dass städtische Umgebung komplex ist und aus vielen Typologien besteht, bedeutet, dass jede Forschungsstudie zu diesem Thema gut definiert sein muss. Die folgende Forschungsstudie wird sich auf städtische Zentren, speziell auf Fußgängerzonen oder Verkehrsberuhigte Zonen, fokussieren. Die Studie bedarf einer ausführlichen Beschreibung des Forschungsschwerpunkts, der Zielsetzung, eines Methodenansatzes und der benötigten Mittel. Das Hauptziel ist es, ein Modell zu entwickeln, das den Beruf des Lichtdesigners im städtischen Raum unterstützt, indem eine ganzheitliche Herangehensweise berücksichtigt wird, um zu verstehen, wie bewusst gestaltetes Licht auf lange Sicht zur nachhaltigen Entwicklung einer Stadt beitragen kann.

Städtischer Raum ist nicht nur eine physische Struktur, er ist ein Produkt der historischen Entwicklung, eine Sammlung von Erfahrungen der Einwohner, die ihn im Laufe der Zeit kreiert, benutzt und verändert haben und er sollte die Nutzer, ihre sozialen Aktivitäten und die Gebäude, in denen sie sich abspielen, widerspiegeln.
Soziale Dynamik, sowohl wirtschafts- als auch kulturgeprägt, weist zyklische Eigenschaften auf, die mit natürlichen Zyklen wie Tag und Nacht verbunden sind. Bestehende Beleuchtungssysteme sind gescheitert, weil sie generell nicht in der Lage sind, auf soziale Gegebenheiten zu reagieren. Es ist eine unbestreitbare Tatsache, dass die heutige Gesellschaft nach einem strengen Muster lebt, das aus einem Arbeitstag und einem Nachtleben besteht. Städtische Planungen müssen auf diese Realität reagieren. Als Konsequenz muss der städtische Raum neu konzipiert und neue Konzepte und Herangehensweisen angewendet werden.
Es ist eine kontrollierte Anwendung von Licht zur Unterstützung der visuellen Hierarchie im städtischen Raum bei Nacht erforderlich: „Es handelt sich hauptsächlich um die Nuancen des Lichts und wie es in Straßen und Plätzen subtil, aber kontrastreich eingesetzt wird.“ Trotz der grundlegenden Rolle, die die Technologie in der heutigen Gesellschaft spielt, ist es klar, dass einige menschliche Probleme nicht ausschließlich durch einen technischen Ansatz gelöst werden können, da dieser die Bedürfnisse der Nutzer häufig ignoriert.
Man muss zugeben, dass der Beginn der digitalen Ära in vielen Bereichen einen Quantensprung darstellt. Diesen Trend kann man mit einem Wort zusammenfassen: Flexibilität. Lichtdesign kann auf konzeptioneller und technologischer Ebene von der Entwicklung anderer Designbereiche in hohem Maße profitieren. Heutzutage sind die Beleuchtungsanlagen meist simple „An/Aus“ Systeme, die für feste Laufzeiten installiert, oder im besten Fall mit Sensoren ausgestattet sind. Die Anwendung solcher Systeme im städtischen Raum ist abhängig von oder verbunden mit den Initiativen der jeweiligen Stadtverwaltungen oder Energieversorger.[…]

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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 82.

Doktorandenbetreuung:

Prof. PhD Ana Margarida Gomes Ferreira –
IADE Lissabon/P
Prof. PhD Henri Christiaans – TU Delft/NL

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