Projektbeteiligte:


Bauherr: Denmarks Radio, Kopenhagen/DK
Architekt: Ateliers Jean Nouvel, Paris/F
Lichtdesign: Light Makers AS/DK (Zumtobelgroup)
Lichtkunst/Projektionen: Atelier Yann Kersalé, Vincennes/F
Technische Realisierung: Lightmakers/DK (Zumtobelgroup)

 

Verwendete Produkte:


Lichtlösungen Foyer:
„Concretelights“: Zumtobel, Sonderanfertigung
Lichtlinien: Zumtobel, „Zig-Zag“, Sonderanfertigung
Gobo-Projektoren: ALW
Sternenhimmel: LEDs, Ledon

20. Sep 2009

Danish Radio Konzerthaus:
Ein weiteres großes Kulturprojekt in Kopenhagen/DK

Text: Prof. Susanne Brenninkmeijer
Photos: Torben Petersen, Bjarne Bergius Hermansen, Agnete Schlichtkrull, Laura Stamer, Philipe Ruault

Der Bau des Konzerthauses für den dänischen Medienkonzern Danish Radio in Kopenhagen/DK lehrt uns unter anderem, dass Architekt Jean Nouvel auch Romane liest. Wie der vom Himmel gefallene Meteorit aus Peter Høegs Buch „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ sollte der große Konzertsaal aussehen. Nicht vom Himmel, sondern aus allen Wolken fielen die Bauherren, denn die Kosten des nun teuersten Konzerthauses der Welt verdoppelten sich während der Bauphase. Ob diese Investition sich ökonomisch gelohnt hat wird sich noch herausstellen. In jedem Falle ist Kopenhagen nach dem Bau des Opernhauses und dem neuen Anbau der Königlichen Bibliothek nun um einen weiteren Kulturbau und einen weiteren Architektur-Diamanten reicher. Die Lichtbranche hat ein neues Projekt des Lichtkünstlers Yann Kersalé zu bestaunen, aber auch kontrovers zu diskutieren.

Das neue „Konzerthuset“ liegt im gerade erst erschlossenen Kopenhagener Stadtteil Ørestad, einem ehemaligen Militärschießplatz auf der Insel Amager. Mit der ersten unterirdischen Metro Dänemarks ist dieses entstehende Stadtviertel zwar bereits infrastrukturell angeschlossen, aber noch nicht wirklich besiedelt. Von den Plänen dort zukünftig 50.000 Arbeitsplätze und 20.000 Wohnplätze zu etablieren ist erst ein kleiner Teil sichtbar. Allerdings ist an allen Ecken deutlich eine Entwicklung wahrzunehmen. Gerade wurde neben der IT-Universität und der humanistischen Fakultät der Universität Kopenhagen ein Studentenwohnheim gebaut, um rund um die Uhr Aktivität in das Viertel zu bringen. Das Konzerthaus ist auf der noch etwas leeren Stadtinsel Amager bestens platziert. Im Gesamtensemble der „DR byen“, was so viel heißt wie „Dänemarks Radio-Stadt“, ist es das vierte Segment neben drei anderen, von unterschiedlichen Architekten entworfenen Gebäuden. Das Konzerthaus ist der letzte Baustein im Ensemble, das die bisher auf die Stadt verteilten Funktionen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks beinhaltet. Hier befindet sich nun der Hauptsitz von Danmarks Radio mit den Produktionszentren und den Studios. Neben den drei Bauten mit sehr differenziert gestalteten Fassaden, ruht der Kubus von Jean Nouvel gut sichtbar in hintergründigem Blau und offenbart sein inhaltsreiches Innenleben tagsüber nur dem intensiven Betrachter. Das passt auch eher zu diesem Ort, denn in Ørestad herrscht keine Atmosphäre flanierender, schwarz gekleideter Konzertbesucher. Hier pulsiert das Leben und mischt sich mit Kultur und Medien. […]

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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 68.

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