Text: Sabrina Schluckebier

26. Feb 2016

Stift, Papier und eine Architekturskizze kann jeder…

Ein einfaches, weißes Blatt Papier wirkt leer und trist. Es ist ein weißes Material ohne Inhalt, ein leerer Datenträger. Mal ist seine Beschaffenheit heller oder dunkler, mal ist es dicker oder fast transparent. Schrift, Farben oder Linien verleihen dem Blatt einen Sinn, eine Aussage, machen es zum Trägermaterial der Information. Ohne all das ist das Blatt trostlos, es kommt ihm kein Wert zu und es bleibt unbeachtet.

Dennoch, einzig und allein durch Hand anlegen und Falten formuliert der Künstler Simon Schubert Raumdimensionen. Was für andere reines Trägermateral ist, ist für ihn Gegenstand seines kreativen Schaffens. Dem Licht kommt bei den Kunstwerken eine kraftvolle Aufgabe zu: Allein durch Licht und Schatten entfalten sich vor dem Auge des Betrachters ansehnliche 3D-Räume. Zumindest scheint es so. Wie ein Architekt gestaltet Schubert Räume aus Papier, die an die Belle Epoche aus dem 19. Zum 20. Jahrhundert erinnern. Fenster mit einfallendem Licht oder auch Wendeltreppen mit verschlungenen Stufen in stets leeren Räumen werden zu den Hauptakteuren seiner Kunstwerke. Seine Papier-Lichtwerke sollen Einsamkeit und Isolation thematisieren. Auf den Betrachter wirken die Räume dabei ätherisch. Durch die detailreiche Darstellung der Räume bleibt kaum ein Bereich der Räume unentdeckt. Nur verschlossene Türen wecken die Neugier auf das, was sich hinter ihnen verbirgt. Aus der träumerischsuggestiven, nahezu surrealen Papier-Dimension, wird eine eigene Realität erschaffen. […]

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