Text: Dennis Köhler, Dipl.-Ing. Arch. M.Sc. / Raphael Sieber, Dipl.-Geogr.;
FH Dortmund – Forschungslinie „Licht_Raum“
Photo: Hans Blossey

05. Apr 2012

Lichtmasterplan – Auf dem Weg zu einem zielführenden Instrument?

Mittlerweile wissen wir, wovon wir reden und dass wir ihn benötigen, sofern es um die ganzheitliche Beleuchtung öffentlicher Räume geht – oder etwa nicht? Der „Lichtmasterplan“ beziehungsweise „Masterplan Licht“, der „Lichtplan“, das „gesamt-städtische Lichtkonzept“, der „Beleuchtungsplan“, der „Stadtlichtplan“ oder doch eher der „Lichtleitplan“? Vielleicht wird die Terminologie ja überschätzt, zumindest insofern, als die genannten Begriffe zunächst keinen Rückschluss auf die Inhalte eines derartigen Plans zulassen – oder doch?

Was sollte der – nennen wir ihn der Einfachheit halber Lichtmasterplan –beinhalten? Grundsätze im Umgang mit der öffentlichen Beleuchtung und Ideen zur Inszenierung des abendlichen Stadtbilds, eine gemaßregelte Werbung darf natürlich nicht fehlen, denn nur so schaffen wir … was denn eigentlich? Atmosphäre, Orientierung, Sicherheit,Wohlbefinden, Kosten- und Emissionsreduktion, wirtschaftliche Prosperität und gleichzeitig eine Identifikation mit unserem Lebensumfeld –das wird zumindest versprochen! Ob Image fördernde Marketingstrategie oder Sanierungsprogramm der Infrastruktur, die Idee eines Lichtmaster-plans scheint angekommen zu sein –nur wo? In der Wirtschaftsförde-rung, der Stadtentwicklung, den Tiefbau- und Planungsämtern oder gar bei den Stadtwerken? Eine typische Zuordnung ist nur schwer auszumachen, ebenso wie eine einheitliche Vorgehensweise in der Planerstellung, ein eindeutiger Aufgabenumfang, handhabbare Empfehlungen oder evaluierte Ergebnisse der Umsetzung, die über das klassische Pilotprojekt hinausgehen. Apropos:Wer erstellt ihn eigentlich? Architekten, Stadtplaner, Lichtdesigner, Elektroingenieure oder Bühnenbildner? Es hat den Anschein, als hätte die Idee des „Lichtmasterplans“ bis heute einen Status erhalten, der ihn per se als begehrliches, unabdingbares sowie plausibles Planungs-und Kommunikationsinstrument qualifiziert – trotz oder gar wegen der vielen Ungereimtheiten, die ihn umgeben? Es wird Zeit für eine kurze Bestandsaufnahme und kritische Thematisierung eines außerordentlich wichtigen aber unreflektierten Instruments. Für solch eine Diskussion gehen wir einen parallelen Weg aus qualitativer sowie quantitativer Untersuchung, beschränken uns hingegen aus pragmatischen Gründen weitgehend auf den deutschen Raum. Nach Jahren der Sekundärforschung zu Lichtmasterplänen gründet sich dieser Artikel zudem auf eine von der Forschungslinie „Licht_Raum“ im Herbst 2011durchgeführten Befragung, bei der die ca. 4.500 Städte und Gemeinden Deutschlands gebeten wurden, ihre Erfahrungen und Erwartungen zur kommunalen Lichtplanung auszutauschen (Rücklaufquote 16,2 Prozent). […]

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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 82.

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