Text: Martin Klaasen
Photos: Martin Klaasen

02. Dez 2009

Eine Reportage über die Arbeit von Lichtdesignern mit
europäischen Wurzeln in Asien

Projekte in Asien zu realisieren wirkt für einen Lichtdesigner oft beeindruckend und exotisch. Über die Straßen von Shanghai oder Bangkok zu laufen ist tatsächlich etwas ganz Besonderes: Eine fremde Sprache, anderes Essen, kulturelle Bräuche und eine unglaubliche Baudichte lassen es wie ein Privileg erscheinen, in Asien arbeiten zu können. Doch Projekte in einer solch andersartigen Umgebung zu realisieren ist nicht immer nur Spaß und Begeisterung. Oft gibt es große Herausforderungen, die überwunden werden müssen. Der niederländische Lichtdesigner Martin Klaasen wohnt und arbeitet seit über 20 Jahren in Asien. Das ist seine persönliche Reportage darüber, wie er diesen faszinierenden Teil der Welt erlebt. Einen ersten Eindruck von Asien erhielt ich 1985. Ich fing damit an in Richtung Osten zu reisen, um dort bei der Umsetzung von Projekten zu helfen (ich arbeitete damals noch für Phillips). Aber erst 1988 beschloss ich in Singapur zu bleiben, um in den umliegenden Ländern Projekte zu realisieren. Anfang der Neunziger verließ ich Philips. In dieser Region war die Nachfrage nach Lichtlösungen einfach so hoch, dass ich mich dazu entschloss, mein eigenes Lichtplanungsbüro zu gründen: Lumino Design International. Einer unserer ersten Aufträge war ein richtiges Marketing Coup. Wir bekamen den Auftrag dafür, die Grünflächen der Innen- und Außenbereiche der KLCC Petronas Twin Towers in Kuala Lumpur zu beleuchten. Diese Türme waren damals die höchsten der Welt. Wir arbeiteten sogar mit Howard Brandston zusammen, der das Lichtkonzept für die Außenfassade entwickelte! Wir arbeiteten plötzlich mit weltbekannten Architekten und Innenarchitekten zusammen und wurden so für Bauherren in Asien immer interessanter. Unser Portfolio wuchs von da an sehr, sehr schnell.

Unsere erste ernste Erfahrung mit der chinesischen Kultur machten wir erst 1995. Wir wurden beauftragt, die Lichtgestaltung für einen Apartmentblock in Shanghai zu planen. Er bestand aus zwei Türmen, wobei das Erdgeschoss Ladenlokale behauste. Das Einkaufszentrum wurde später „Grand Somerset“ genannt. Das Gebäude befindet sich in der Nähe der Huia Hai Straße und des Stadtteils Xin Tian Di. Seine stufenförmige Dachform ist noch heute ein wichtiger Teil des Stadtbildes Shanghais. […]

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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 69.

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