Text: Chris Lowe, PLDA, Philip Rafael, PLDA
Photos: David Barbour/BDP
Gemälde: Chiaroscuro

05. Nov 2011

Lichtdesign – Die Schwarze Kunst

Warum wird, obwohl ein Verständnis der Dunkelheit für wirklich inspiriertes Lichtdesign unersetzlich ist, Dunkelheit und Schatten in der Architekturbeleuchtung so selten gut und kreativ genutzt? Ist die Gestaltung der Dunkelheit nicht Teil des Aufgabenspektrums eines Lichtdesigners?

Viele Lichtdesigner streben danach, Dunkelheit in ihrem Design zu nutzen und zu integrieren. Sie tun dies, indem sie zum Beispiel dunklere Räume schaffen oder höhere Kontraste mit einplanen. Nichtsdestotrotz scheint es, dass wir die Dunkelheit im Allgemeinen mit Unbehagen verbinden. Die Gründe hierfür sind sehr unterschiedlich. Sowohl externe Einflüsse wie Gesetze, Glaubenseinstellung und Kultur im Allgemeinen, als auch interne Einflüsse, wie unsere biologische und evolutionäre Herkunft, spielen eine Rolle. Unausweichlich müssen wir uns als professionelle Designer nach existierenden Regularien richten – nicht nur in Bezug auf gesetzliche Vorschriften und Standards, sondern auch informelle Normen, die innerhalb der Planerschaft herrschen. Trotz der guten Intention dieser Regularien, wirken sie oft einschränkend auf unsere Kreativität. Ziel ist es dabei nicht, die Kreativität bewusst zu untergraben. Oft sind die bestehenden Regularien vielmehr das Einzige, worauf sich die Mehrheit als Referenzrahmen beziehen kann. Bauherren und Auftraggeber sind beruhigt, wenn die Lichtplanungen nach Norm gestaltet werden. Verallgemeinernd gesagt wird bei der Architekturbeleuchtung in der Regel Licht dazu verwendet, Dunkelheit zu eliminieren und einen funktionsgerechten Raum zu gestalten, indem bestimmte (visuelle) Tätigkeiten ausgeführt werden können. ‚Effektbeleuchtung’ spielt zwar eine Rolle, jedoch wird diese in der Regel in Form einer weiteren Lichtschicht erzielt. Nur selten wird solch ein Feature durch das Subtrahieren des Lichts erschaffen.

Der folgende Artikel erörtert die Wichtigkeit des Konzepts Dunkelheit und erforscht die Faktoren, die uns daran hindern, mit Hilfe von Dunkelheit außergewöhnliches Lichtdesign zu planen und zu realisieren. Indem wir die Hintergründe der derzeitigen Situation und Umstände ergründen sowie alternative Herangehensweisen vorstellen, schaffen wir die Möglichkeit, die Zukunft unseres Berufes aktiver zu beeinflussen. […]

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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 79.

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