Text: Dorukalp Durmus

05. Sep 2014

Eine kritische Betrachtung der Zusammenhänge

Stellen Sie sich vor, Sie befinden sich in einem komplett abgedunkelten Raum. Sie haben die Augen weit auf, können aber wegen des mangelnden Lichts weder Gegenstand noch Raumoberfläche erkennen. Solche Bedingungen sind in der heutigen Hightech-Welt schwer zu erzielen. Wir sind umgeben von alltäglichen Gegenständen, die kontinuierlich Licht abstrahlen wie Smartphones, Computer, Armbanduhren, Wecker, Kühlschränke, Fernseher und nicht zuletzt die Sterne am Himmel in der dunkelsten Nacht. Man könnte jedoch die gewünschten Bedingungen in einer kontrollierten Umgebung oder im Labor schaffen, wenn Sie unbedingt das ausprobieren möchten, was jetzt kommt…

Für diesen einfachen Test müssen Sie sich freiwillig in einen Raum begeben, der komplett ohne Licht ist. Die Vorstellung eines stockdunklen Raums klingt eventuell zunächst beängstigend. Vergessen Sie aber nicht, dass Sie das alles freiwillig machen. Sie sind kein Gefangener und Sie wissen genau, wo Sie sind (Sie haben den Raum bei Tageslicht erlebt). Der erste Schritt: Sie schlafen ein. Dann, mitten in der Nacht, wachen Sie auf. Ihr Traum wird zum Albtraum, wenn Sie feststellen, dass Sie denselben Bedingungen ausgesetzt werden wie beim Einschlafen: Sie befinden sich in einem komplett abgedunkelten Raum. Sie sind für einige Sekunden bei Bewusstsein, erleben aber zwischenzeitlich in der Leere den Verlust der bewussten Ebene Ihres Daseins (Ihre Existenz). Diese Leere und der Verlust des eigenen Selbst ist kein Dauerzustand, obwohl es sich vielleicht so anfühlt. Der nächste Schritt ist der verwirrende Zustand, wo Sie Ihr physisches Dasein bestätigen können, Sie jedoch zugeben müssen, dass Sie angeblich Ihre Sehkraft verloren haben. Diese rätselhafte Situation droht Sie in den Wahnsinn zu treiben, wenn diese über einen längeren Zeitraum anhält. Sie kehren in die Realität zurück, wenn Sie sich an den Ausgangspunkt erinnern: Einschlafen im dunklen Raum ohne Licht.[…]

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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr.94
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