Text: Augusto Ramalhão
Photos: Mariana Novaes

16. Okt 2015

Im Laufe der Geschichte wurde oft behauptet,
dass Licht und Seele dasselbe sind…

„Licht für die Seele“ – im Laufe der Geschichte wurde oft behauptet, dass Licht und Seele ein und dasselbe sind. Und um ehrlich zu sein, könnte man sich dem Thema aus verschiedenen scheinbar antagonistischen Perspektiven annähern, weil sie weder falsch noch inkorrekt wären. Dieses anspruchsvolle Thema verlangt einen aktiven Geist sowie eine umfassende, wenn auch subjektive Herangehensweise. Der Schwerpunkt des Beitrags ist deshalb ein Versuch, Erkenntnisse aus diesem Thema zu gewinnen und eventuell eine andere Logik betreffend der Berufspraxis – oder eine neue Lichtdesignmentalität – anzuregen.

Um diese scheinbar esoterische Thematik anzugehen, werden viele erst eine klare Definition der Konzepte fordern. Das Konzept „Licht“ dürfte für den Leser klar sein. Also konzentrieren wir uns auf das Konzept des Begriffs „Seele“. Es ist seltsam, dass „Seele“ bis zum 19. Jahrhundert nie als kontroverse Streitfrage behandelt wurde – weder in der klassischen Philosophie noch in der klassischen Wissenschaft. Der Begriff „Seele“ mit allen seinen Assoziationen wurde immer allgemein akzeptiert und keineswegs als nachteilig für die Befolgung einer bestimmten philosophischen Lehre oder wissenschaftlichen Theorie betrachtet. Es ist ein wenig ironisch, dass erst mit der Entwicklung der sogenannten „weichen Wissenschaften“ – oder wie ich es ausdrücken würde den anthropozentrischen Wissenschaften wie Psychologie, Anthropologie, Soziologie, Archäologie sowie die Geschichts- und Politikwissenschaften – die Begriffe „Seele“ und auch „Geist“ durch die physiologischen beziehungsweise kognitiven Domänen ersetzt worden sind. Während des 19ten und Anfang des 20sten Jahrhunderts gerieten „Seele“ und „Geist“ grundsätzlich in die esoterischen Bewegungen, die damals in Mode waren. Ich möchte nicht dafür plädieren, dass das Wort „Seele“ weiter so verwendet wird wie sonst immer. Mein Ziel ist es, ein wesentlich elementares, präziseres und wahrscheinlich weniger kontroverses Verständnis des Konzepts zu erlangen, das für uns im 21sten Jahrhundert dienlich ist. Wenn wir andere lateinisch-basierte Sprachen näher betrachten, stellen wir fest, dass der Begriff seine Wurzeln grundsätzlich im Lateinischen hat. […]

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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr.99

 

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