20. Mai 2016

Fallstudie „Walk“: Fassadenintegrierte Videoinstallation eines Shops in Zürich/CH.

Text: Dr. Karolina M. Zielinska-Dabkowska und Julia Hartmann

Mit der Entwicklung der Technologie und der Verfügbarkeit von LED-Lichtquellen und den damit verbundenen Vorteilen wie Energieeinsparung, Lebensdauer und Steuerungsmöglichkeiten, kommen sie mittlerweile verstärkt für Außenwerbung als bewegte Werbeflächen zum Einsatz. Trotz der rasanten Entwicklung, oder auch gerade deshalb, gibt es demgegenüber jedoch noch keine ausreichenden Bewertungsrichtlinien für professionelle Fachplaner. Es ist daher erforderlich, sich auf internationaler Ebene in der Forschung verstärkt mit diesem Thema zu beschäftigen sowie in Fachgruppen und Gremien allgemeingültige Richtlinien zu erstellen und in der Praxis umzusetzen.

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wird das nächtliche Erscheinungsbild der Städte durch Lichtwerbung geprägt. Mit dem Technologiewandel der Lichtwerbung und dem vermehrten Einsatz zum Teil beweglicher LED-Werbeanlagen im urbanen Umfeld hat sich gezeigt, dass der Wirtschaftsfaktor während der Abend- und Nachtzeit steigt. Allein in Berlin/D stiegen die Umsatzzahlen von digitaler Außenwerbung zwischen 2007 und 2011 um 307 Prozent. Dieses Phänomen ist weltweit erkennbar. Es wurde deutlich, dass Lichtdesign/Lichtwerbung rund um Veranstaltungen und Einzelhandelsgeschäfte, die das Erlebnis des Stadtbummelns und Schlenderns im Ort verbessern, Städte für eine verlängerte Zeitspanne bis in die Abendstunden noch anziehender macht. Es schafft eine anziehende Atmosphäre für die Bewohner, Geschäftstätige in der Innenstadt und Besucher, was einen kommerziellen Wert für Unternehmer generieren kann. Auf der anderen Seite führte die Erschwinglichkeit der neuen Technologie zu einem neuen nächtlichen Erlebnis der Stadt des 21. Jahrhunderts, einem hellen, transformierten städtischen Nachtbild, mit enormer Medienpräsenz, zum Teil abgekoppelt von der Architektur und Funktion des Stadtgebiets. […]

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