07. Jul 2015

Seriös und sparsam

Photos: Dirk Vogel
Quelle: Erco

Auch wenn der Mailänder Dom seit 1858 nach fast fünf Jahrhunderten Bauzeit als fertiggestellt gilt: Die Restaurierung und Instandhaltung dieser drittgrößten gotischen Kirche der Welt bleibt eine kontinuierliche Aufgabe für die „Veneranda Fabbrica del Duomo di Milano“, die Mailänder Dombauhütte. Anlässlich der EXPO 2015 wurde der monumentale Kirchenraum von den Lichtplanern Ferrara Palladino e Associati neu beleuchtet. Neben der Ästhetik standen für die Auftraggeber effiziente Argumente im Vordergrund: Die eingesetzten LEDs von Erco ermöglichen nicht nur eine differenzierte Gestaltung mit Licht, sondern entlasten die Dombauhütte dauerhaft bei den Betriebskosten für Wartung und Energie. Ein Aspekt, der für die „Veneranda Fabbrica“ angesichts ihrer enormen Verpflichtungen bei limitierten Ressourcen große Bedeutung hat. Für die alte Beleuchtungsanlage waren 175 Fluter mit je 400 Watt Halogen-Metalldampflampen am Gewölbeansatz in bis zu 33 Meter Höhe für eine uniforme, zenitale Ausleuchtung des Kirchenraums montiert – seinerzeit die wohl wirtschaftlichste Lösung, aus heutiger Sicht jedoch technisch überholt und auch ästhetisch nicht mehr zeitgemäß.

Im neuen Lichtkonzept übernehmen LED-Leuchten mit entsprechend differenzierten Leistungen und Abstrahlcharakteristiken unterschiedliche Beleuchtungsaufgaben. Während die Altanlage eine kühle, tageslichtartige Lichtfarbe nutzte, wirkt die neue Beleuchtung mit neutralweißen LEDs in 4000 Kelvin angenehm und gibt die Farben der Oberflächen natürlich wieder. Das Lichtkonzept baut eine konsequente Wahrnehmungshierarchie durch Helligkeitskontraste im Raum auf: Zur dezenten horizontalen Grundbeleuchtung kommt eine Aufhellung der Gewölbedecken, die das Streben der gotischen Architektur nach Höhe und Leichtigkeit betonen soll. Definierte Lichtakzente lenken die Aufmerksamkeit des Besuchers auf den Skulpturenschmuck der Altare, Kanzeln und Säulenkapitelle. Gemeinsam mit den streulichtfreien LED-Optiken trägt die große Lichtpunkthöhe zum Sehkomfort bei. Stromschienensegmente tragen die aus Sicherheitsgründen zusätzlich mit Stahlseilen gesicherten Leuchten. Bei der Installation wurden die Strahler und Fluter ausgerichtet, per Klemmschraube fixiert und mit dem integrierten Potentiometer auf Wunschhelligkeit gedimmt: Trotz der höheren Leuchtenanzahl von 784 ergibt sich eine Reduktion der Anschlussleistung um etwa zwei Drittel von 70 kW auf 23,7 kW.

Projektbeteiligte:

Bauherr: Dombauhütte Mailand „La Veneranda Fabbrica del Duomo di Milano“
Lichtplaner: Ferrara Palladino e Associati

www.erco.com

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