Planungsbeteiligte:

Architekten:
Hotel: Marco Serra Architekt, Basel/CH
Spa: Diener & Diener Architekten, Basel/CH
Innenraumgestaltung:
Hotel: Marlene Doerrie, Mailand/IT
Spa: Michele Rondelli, Zürich/CH

Lichtplaner:
Licht Kunst Licht, Bonn/Berlin/DE
Hotel:
Teamleitung: Martina Weiss
Projektteam: Isabel Ehm, Thomas Möritz, Andreas Schulz
Spa:
Teamleitung: Martina Weiss
Projektteam: Naiara Caballero, Thomas Möritz, Laura Sudbrock,
Andreas Schulz

Projektsteuerer: Burckhardt + Partner AG

Allgemein: Kreativität gefragt

23. Jan 2017

Abadía Retuerta LeDomaine in Sardón de Duero/ES.

Text: Joachim Ritter, Andrea Rayhrer
Photos: Marcus Ebener, Berlin


Ein neues Lichtdesign für ein Projekt zu erarbeiten, welches vor fast 800 Jahren fertiggestellt wurde ist eine Ehre und Herausforderung zugleich. Die tägliche planerische Arbeit erfordert Respekt für die Geschichte und Anmut einer völlig anderen Epoche und Nutzung, wie auch den Mut, eben dieses Projekt lichttechnisch in die aktuelle Zeit und veränderte Nutzung zu versetzen.

Nach zehnjähriger Renovierungsphase wurde das ehemalige spanische Kloster Abadía Santa Maria de Retuerta aus dem 12. Jahrhundert mit romanischer und barocker Architektur als Fünfsternehotel mit Luxus-Spa, der sich dem Altbau unterirdisch anschließt, im Jahr 2015 eröffnet. Im Anschluss an die Herausforderung, die Strenge des mittelalterlichen Baus in eine moderne Formensprache umzuwandeln, lag es an den Lichtplanern, ein der Historie und Moderne gebührendes und konsequentes Beleuchtungskonzept für die gesamte Anlage, gelegen inmitten einer romantischen Weinlandschaft, integrativ zu realisieren.

Für die Lichtplaner stellten die Architektur und Bauweise des alten Klostergemäuers mit nur spärlich einfallendem Tageslicht eine besondere Aufgabe dar. Die Lichtplanung sollte das repräsentative Gebäude mit seiner architektonischen Komplexität stimmungsvoll und zugleich seinem historischen Kontext angemessen durch die Beleuchtung unterstützen. Hier zeigt sich die eigentliche Herausforderung des Projekts. Denn einerseits galt es, den Geist des ehemaligen Klosters nicht durch Modernität zu überlagern, andererseits musste eine Atmosphäre geschaffen werden, die einem hochwertigen Hotelambiente entspricht. Die Architektur galt es nicht durch Licht modern zu „entstellen“ und als Hintergrund wirken zu lassen. Akzeptiert werden konnten nur die Unterstützung der steinernen Oberflächen und einige rhythmisch positionierte Leuchten, die korrespondieren mit der Rhythmik der umgebenden Bogengänge. Die grundsätzliche Entscheidung der Planer liegt in der Grundlage in einer Leuchtenlösung und nicht in einer architektur-integrativen Lichtlösung.


Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 103.

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