Text: Tapio Rosenius

11. Feb 2015

Neue Technologien machen den Weg frei für neue Kreativität

Natürliches Licht ist ständig in Bewegung. Beeinflusst durch die Rotation des Planeten, die Wettersysteme, die Natur, die Architektur und menschliche Aktivitäten macht das natürliche Licht fortdauernd Änderungen durch. Es breitet sich wellenförmig aus, verschiebt sich, flackert, wird hell oder dämmerig. Faszinierend komplexe Licht- und Schattenmuster bespielen die Wände unserer Häuser, bewegen sich hin und her und verwandeln sich vor unseren Augen, wenn wir durch einen Park laufen. Warum nur wird die künstliche Beleuchtung im Vergleich so langweilig und statisch gestaltet?

Wird es dadurch nicht zu dem unnatürlichsten Licht überhaupt? Licht, das schon längst verstorben ist, reagiert nicht mehr auf Wind und Wetter oder funkelt nicht wie die Meeresoberfläche? Zeitgleich wird unser Leben immer anspruchsvoller. Wir werden fortwährend mit den Problemen der modernen Gesellschaft konfrontiert und mit Daten aus dem Internet und Netzwerk-Infos über unsere Smartphones und die virtuelle Kommunikation, die uns umgibt, bombardiert. Wir könnten mit Recht behaupten, dass wir an dieser Informationsflut leiden. Kann Licht helfen? Mittels neuer Technologien und kreativer Anwendungen glauben wir, dass wir mit Licht derart gestalten können, dass es sich natürlich verhält und den sozialen Zusammenhalt durch Kommunikation im direkten Lebensfeld aufwerten kann. Wenn wir uns durch aktive Lichttechnologien die Biomimikry, Sensortechnik, Computervision und gedruckte Elektronik zunutze machen, sind wir in der Lage cyber-physische Räume zu schaffen, die sich natürlich anfühlen sowie sinnvoll in der Anwendung und bezaubernd in den ausgestrahlten Emotionen sind.

Cyber-physische Räume
Eine der interessantesten Lichtanwendungen der Zukunft, welche die Notwendigkeit eines höchst kreativen Ansatzes deutlich unterstreicht, sind cyber-physische Räume mit vernetztem Licht, hoch entwickelter Sensortechnik und gedruckter Elektronik. Diese Räume können die Anwesenheit, Tätigkeiten und Aufmerksamkeit ihrer menschlichen Nutzer wahrnehmen/erkennen und diesen mühelos Informationen bieten, die an die jeweiligen Situationen angepasst sind. Sie informieren, beruhigen, unterhalten, entspannen und liefern hochwertiges Licht, wann und wo es benötigt wird. Dies bringt viele signifikante Auswirkungen mit sich – erhöhte Unabhängigkeit für ältere Menschen, positive Auswirkungen für Gesundheit und Wohlbefinden, Energieersparnisse und nicht zuletzt die Schaffung einer neuen Plattform für Lichtkunst. Neuartige Anwendungen und neue Dienstleistungen ergeben sich in wichtigen Industriebereichen. Dazu gehören das Hotel- und Gastgewerbe, die Architektur und der öffentliche Raum.[…]

Bilder: Die von LDC gestaltete partizipatorische Lichtkunstinstallation „Anonymous“ war vom 4. bis 8. Januar 2015 Teil des Lux Helsinki Festivals.

—-

Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr.96

My opinion:

Leave a comment / Kommentieren

Leave the first comment / Erster Kommentar

avatar
wpDiscuz

©2017 published by VIA-Verlag | Marienfelder Strasse 18 | 33330 Guetersloh | Germany

Page generated in 0,294 seconds. Stats plugin by www.blog.ca