Planungsbeteiligte:


Bauherr: AGS GmbH, Gesellschaft für Stadtentwicklung und
Immobilienbetreuung GmbH, Augsburg/D
Architekten: Schuller+Tham Architekten BDA, Augsburg/D
Lichtplanung: d-lightvision, München/D – Erwin Döring,
Dagmar Consolati, Toralf Patz, Linda Heller
Elektroplanung: IB Rebholz, Augsburg/D

 

Verwendete Produkte:


Kongress-/Konferenzsaal Raumbeleuchtung:
LED-Strahler (3000K, 2000 Lumen, 35 Watt, 28°);
Einbaustrahler (1400 Lumen, 28 Watt, 40°);
Effektbeleuchtung: Wandfluter RGB + Weiß LED Profile,
58 Watt/m umlaufend
Großes und kleines Foyer:
RGB + Weiß LED Profile, 58 Watt/m;
LED-Strahler (3000K, 1300 - 2000 Lumen)
Lichtskulptur im großen Foyer:
Halogen-Glühlampen 18 Watt, 230V, E14, in Rohrprofilen
Veranstaltungsraum (Mozartsaal):
Deckenleuchten à 4 x 28 Watt T5 (3000K) mit umlaufendem
U-Profil zur Aufnahme von RGB-LED-Strip regelbar;
asymmetrische Wallwasher Einbaustrahler LED (3000K, 1300
Lumen, 23 Watt);
Einbaustrahler LED (3000K, 1000 Lumen, 20 Watt)

 

Projektbeteiligte Hersteller:


Bega, Erco, iGuzzini, Siteco, Alphaled, Biffi Luce, Deltalight,
Derksen, Meyer+Sohn, Ruco Licht, Swarovski, Technolight, Xicato,
Visiolux, Alexander Weckmer Licht und Mediensysteme;
Leuchtmittel: Osram, Philips

06. Mrz 2013

Augsburger Kiste
Kongress am Park in Augsburg/D

Text: Joachim Ritter
Photos: Andreas J. Fock, Stefan Mayr

Das Kongresszentrum „Kongress am Park“ ist eine multifunktionale Veranstaltungsstätte in Augsburg. Das klingt zunächst zeitgemäß, lässt aber in Anbetracht der Baukultur zu der Zeit der Ersterstellung auf Tristesse schließen. Das Kongresszentrum wurde 1972 von dem renom-mierten Architekturbüro Max Steidel (Augsburg) fertig gestellt. Die Zeit gilt als Hochphase des Bauens mit Sichtbeton. Der Baustoff galt seinerzeit als modern, kostenbewusst und flexibel. Das sind die positiven Eigenschaften. Sichtbeton kann auch in Tristesse und Brutalität ausarten. Das Kongressgebäude in Augsburg allerdings steht mittlerweile sogar unter Denkmalschutz.

Nach 40 Jahren Nutzungszeit entsprach das Haus nicht mehr den erforderlichen technischen Standards auf dem Gebiet der Klima-/ Elektro- und Gebäudesicherheit. Somit wurde eine Generalsanierung einschließlich einer Revitalisierung der Betonsubstanz des gesamten Gebäudes notwendig. Im Zuge der Generalsanierung wurde eine neue moderne Lichtanlage gefordert, die von dem Lichtplanungsbüro d-lightvision geplant und betreut wurde. Für Erwin Döring und sein Team erschien das Projekt als Chance und Möglichkeit, beispielhaft zu zeigen, wie aus tristem Sichtbeton lebhafter Lichtbeton entwickelt werden kann. Der einstige Nachteil von Sichtbeton, große Sichtflächen von grauen, gleichtönigen Beton, wurde in der Bearbeitung und Bespielung von modernen LEDs zum gestalterischen Vorteil. Der ehe-malige Slogan der seinerzeit in Verruf geratenen Betonindustrie lautete „es kommt darauf an, was man darausmacht“. Wohl wahr. Und die moderne Beleuchtung könnte quasi zum Glücksfall der Betonindustrie werden, denn plötzlich erhält diese Architektur ein völlig neues Image und ist möglicherweise sogar das bestmögliche Material für die Gestaltung mit Licht. Grau ist eben ein Problem für uns als Menschen, immerhin ist auch das Novemberwetter grau in grau und niemand wird dies als wirklich attraktiv empfinden. Das Lichtkonzept reagiert primär auf die Gebäudearchitektur mit ihrer Betonbauweise.

Das Veranstaltungszentrum besteht aus einem Konzertsaal mit einem Fassungsvermögen von 1.400 Plätzen, einem weiterenVeranstaltungsraum – Mozartsaal – für Events, Veran-staltungen aller Art und ist für 200 Personen ausgelegtsowie zwei Seminarräumen und drei Foyerbereichen. Der zentrale Gedanke des Lichtkonzeptes ergibt sich aus der Materialität des Sichtbetons und der Geometrie der Gebäudeformen. […]

—-

Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 86.

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