Projektbeteiligte:


Konzept und Ladendesign: Plajer & Franz Berlin/D
Konzept: Laird + Partners New York/USA
Ladenbau: Vizona West, Langenfeld/D
Lichtplanung: Petra Lenz, Ansorg Gmbh

 

Verwendete Produkte:


Die Leuchten Brick, Lightstripe sowie Sonderlösungen HIT, LED,
Ansorg GmbH
Lichttechnik: HIT, LED

23. Mrz 2014

Karl Lagerfeld Flagship-Store in Paris/F
Hintergründige Oberfläche

Text: Moritz Gieselmann
Photos: Michel Figuet

Eine mattschwarz lackierte klassizistische Holzfassade, zwei asymmetrische Schaufenster: So unspektakulär ist der erste äußere Eindruck von Karl Lagerfelds erstem Flagship-Store. Dahinter jedoch verbirgt sich ein raffiniertes Design- und Lichtkonzept.

Karl Lagerfeld ist nicht nur einer der profiliertesten Modedesigner und ein begnadeter Geschäftsmann, sondern auch Schöpfer einer Unzahl von Bonmots, die in ihrer Prägnanz und Kürze ein äußerst unterhaltsames Maß an Provokation und Arroganz bieten. Inzwischen gibt es Karls gesammelte Zitate auf einer eigenen Facebookseite und sogar gebunden und gedruckt: „The World according to Karl“.
Der Mittelpunkt von Lagerfelds Welt ist Paris. Sein Herz schlägt in der Rive Gauche, genauer gesagt in St. Germain-des-Prés. Und so war es klar, dass der erste Flagship-Store seines eigenen Modelabels hier eröffnet werden würde, auf dem Boulevard Saint-Germain, einer der exklusivsten Einkaufsstraßen der Stadt. Inzwischen gibt es schon dreizehn Lagerfeld-Stores von Berlin bis Beijing.
Unter Lagerfelds künstlerischer Leitung wurde 2012 mit der Planung begonnen und im März 2013 wurde der Laden eröffnet. Das minimalistische Konzept mit französischem Flair wurde vom Design-Studio Plajer & Franz aus Berlin in Zusammenarbeit mit der Kreativagentur Laird + Partners aus New York entworfen und umgesetzt. Die Beleuchtung wurde von Petra Lenz von Ansorg geplant. Das Geschäft mit 209 Quadratmeter Fläche auf zwei Stockwerken zeigt die typische Handschrift von Karl Lagerfeld: Reduktion auf das Wesentliche, starke schwarz-weiße Kontraste in Formen und Oberflächen, ein Mix aus klassischen und modernen Elementen in einem behutsam adaptierten Gebäude des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Die harmonische Gestaltung besticht durch ihre Detailverliebtheit: Selbst das kleinste Element ist auf das Gesamtkonzept abgestimmt. Die meisten Räume erscheinen nahezu farblos, in einem eleganten Schwarz-Weiß, das Erinnerungen an den Glamour der 1930er weckt, ohne nostalgisch zu sein.
Das Spiel mit der Gegenüberstellung von matten und glänzenden Flächen, von Glas und Spiegeln, erweitert die Räume, ruft dezente optische Täuschungen hervor und lässt eine Mehrdimensionalität entstehen, die aus dem engen und verwinkelten Grundriss eine Abfolge großzügiger Räume schafft. Einzelne ausgewählte vorhandene Elemente der Geschäftseinrichtung wurden beibehalten: Die alte Holztreppe, die die Etagen verbindet, wurde verglast, die klassizistische Holzvertäfelung im ersten Stock wurde renoviert. […]
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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 92.
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