Kolumne: Joachim Ritters Blog: Nach dem Fest ist vor dem Fest

08. Jan 2016

Wie Weihnachten oder Thanksgiving oder Diwali oder Nouruz

Photos: Light+Building

Die Light+Building ist irgendwie wie Weihnachten oder Thanksgiving oder Diwali oder Nouruz. Es kommt regelmäßig wieder und man weiß genau, wie es abläuft. Zunächst freut man sich Monate lang darauf, es ist in der Regel sau teuer und wenn es vorbei ist, dann geht es allen besser, weil das Leben wieder in normalen Bahnen und Strukturen verläuft.

In der modernen Gesellschaft allerdings ist der Genuss von Weihnachten und dergleichen nicht immer leicht. Die Hektik des Alltags, die Sorgen über unsere Umwelt das das tägliche Leben, der Wandel unserer Strukturen, die Unsicherheit und die Schreckensmeldungen nehmen mehr Zeit ein, als das Zeitvolumen, in dem wir unsere Vorfreude entwickeln können. Ganz zu schweigen von den Diskussionen über den Handel und die Umsatzerwartungen, die mit Weihnachten verbunden sind. Gut, dass es mit dem Januar 2016 nun wieder einen Neuanfang gibt.

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Und die Light+Building? Was überwiegt hier? Die Vorfreude auf neue Entwicklungen, denen man sich mit Spannung nähert und die uns in der täglichen Arbeit weiter bringen oder der Stress um die Organisation und die Reise, der Ärger um die teuren, nicht zu bezahlenden Hotels. Ist die Light+Building nachhaltig, sinnvoll und effizient oder aber eine riesige Kapitalverbrennungsmaschine? Nun ja, das Kapital findet ja seinen Abnehmer und der Wirtschaftskreislauf funktioniert nur dann, wenn er in Bewegung ist. Also lassen sie uns mit Freude das Geld zum Fenster herauswerfen. Irgendjemand wird es schon auffangen und eine gute Verwendung hierfür finden. Frankfurt ist ja das Finanzzentrum Deutschlands und empfängt uns oder unser Kapital mit offenen Armen.

Im Hintergrund aber beginnen die Summen zu nerven. Der Markt ist derzeit kein Zuckerschlecken, die Konkurrenz wächst und der Kostendruck auch. Messeauftritte, die Millionen an Euro verschlingen, können selbst für traditionelle Hersteller ein Ärgernis sein. Seit Monaten heißt es, dass keine Marketingbudgets vorhanden sind, weil schon ein Jahr vor an die Light+Building gedacht wird und alles auf diesen Termin ausgerichtet ist. Man will sich nicht lumpen lassen oder gar im Ansatz zugeben, dass man gerne auf die Teilnahme verzichten würde.

Dabei ist der Besucher durchschnittlich weniger Zeit auf der Messe als noch vor einigen Ausgaben. Ich weiß nicht, wieviel Aussteller man an zwei Messetagen sinnvoll besuchen kann, vielleicht 20? Die Zahl der Aussteller aber ist stetig gestiegen. Mehr als 2400 Unternehmen erwarten mehr als 210.000 Besucher.

Wie dem auch sei, wir bereiten uns ebenso auf Frankfurt wie viele andere auch und bieten auf unserem Stand einen Treffpunkt und Informationen über Trends im Lichtdesign.

 

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