15. Dez 2014

Licht und Glas

Architekten: LCR Architectes
Photos: Mathieu Ducros

Der Jean Jaurès U-Bahnhof in Toulouse/F wurde nach dem bekannten französischen Historiker und Politiker des 19. Jahrhunderts benannt. Die Ersteröffnung war im Jahr 1993.

Mit der Renovierung von 2010 bis 2014 wollten die Planer von LCR Architectes die Identität des Ortes stärken. Insbesondere der Wartebereich mit einem rechteckigen, spiegelnden Glasraum trägt zur Definition bei. Das verglaste, neu integrierte Rauchabzugssystem, auch als Laterne betitelt, wirkt dabei weniger wie kühle Bautechnik als viel mehr wie ein individuelles Licht-Designfeature.

Graue Steinwände und ein grauer Granitboden bilden in der Aufenthaltshalle eine wirkungsvolle Ergänzung zu den roten Schichtpressstoff-Deckenplatten. Der Übergang von der Wand zur Decke wird von Deckenvouten nachgezeichnet. In regelmäßigen Abständen wurden Modulare Systeme für die Allgemeinbeleuchtung in die Decke integriert. In der Mitte der Verkehrsfläche befindet sich der rechteckige Glaskasten aus Verbund-Sicherheitsglas, auf dem sich Elemente der Halle spiegeln. In dem Glasraum sind rote Farbglaslamellen eingesetzt, die von oben beleuchtet werden. Je nach Brechung des Lichts leuchtet die „Laterne“ schon von weitem gelb-rötlich.

Einfach und doch wirkungsvoll: Ein Rauchabzugssystem als Licht-Glas-Designelement interpretiert, das zur Ortsidentität beiträgt. Très bien.

Verwendete Produkte:

Modulare Systeme FIL + T5, Lamp

www.lcrarchitectes.fr

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