01. Aug 2013

Nr. 89 – Tageslicht im Sakralbau

Jul/Aug 2013

Zwischen deutlichem Verstehen und dauerhaftem Geheimnis:  Die Renovierung und Erweiterung der San Floriano di Gavassa Kirche/I
Text: Joachim Ritter
Keine andere Erscheinung tritt in der religiösen Metaphorik des Göttlichen häufiger auf als das Licht. Das Göttliche selbst ist Geist, ist Geist als Licht – immateriell und doch alles Materielle durchdringend. Übertragen auf den Umgang von Licht in Sakralbauten sollte das Material des Kirchenbaus gewissermaßen eins werden mit dem Licht des Himmels. Dabei geht es nicht darum, etwas zu inszenieren, sondern einen Ort zu schaffen, indem das Licht als absolute Metapher erlebbar ist.

Textur und Wahrnehmung: Holy Redeemer Kirche in La Laguna/E
Text: Sonja Kiekens, Joachim Ritter
Welche Bedeutung hat ein Gebäude für die Geschichte? Sicherlich keine, wenn man sowohl das Gebäude wie auch die Story hierzu im Dunklen lässt. Es war wohl deshalb an der Zeit, die Ursprünge der Europäischen Union zu lokalisieren. Ein Gebäude, welches allerdings nachts im Dunklen steht, ist als geschichtsträchtiger Ort nur schwer zu vermitteln und darüber hinaus als Symbol für einen Friedensnobelpreisträger unwürdig.

Zuhause:  Der islamische Friedhof in Altach/A
Text: Sonja Kiekens
Wenn für den Aga Khan Award of Architecture ein sensibler Ort wie ein Bestattungsstätte nominiert wird, muss die Gestaltung wirklich gelungen sein: eine Symbiose von Ruhe, Frieden und Muße, aber auch von Gedenken und aktives gemeinsames Trauern. Das verbindende Element und der Rahmen ist die Kraft des Lichtes, welches jedem Beteiligten die Möglichkeit gibt, sich in der persönlichen Trauer so zu geben, wie es ihm und ihr gerade am besten gelingt, den Schmerz zu überwinden.

Tiefgründig – U-Bahnhof Toledo und Piazza Diaz in Neapel/I
Text: Oscar Tusquets Blanca, Joachim Ritter
Inspiration ist ein bemerkenswertes Phänomen, ein Wunder, das ein Der-Groschen-ist-gefallen-Gefühl erweckt. Sie kann zu einer Welle der Kreativität führen, ein Raison d’être, die plötzliche Einsicht, dass das Leben einen Sinn hat – oder im Falle des Architekten Oscar Tusquets Blanca, als er die ersten Bauarbeiten für den U-Bahnhof Toledo betrachtete – ein razón de ser.

Leuchtturm für den Holländer – Wie man ein Designkonzept effektvoll visualisiert, ohne dass die Realität sich nicht signifikant von den Erwartungen des Bauherren unterscheidet
Text: Bhujon Kang und Andre Bighorse
Im Jahre 2012 machte sich das Architektenteam Urban Playground an die Arbeit für eine koreanischen Presbyterianerkirche eine kleine Kapelle im Außenbezirk von Phoenix/USA zu entwerfen. Das Designkonzept verbindet das Gebäude mit der Geschichte des Standorts, befasst sich mit der natürlichen Umgebung und nutzt hoch entwickelte Möglichkeiten, um die Idee einer heiligen Stätte zu optimieren. Bhujon Kang und Andre Bighorse beschreiben ihren Ansatz und erklären, wie sie das Konzept visualisiert haben, um es gegenüber dem Bauherrn so realistisch wie möglich darzustellen.

Dossier: The Dark Art
Positionen von Kit Cuttle, Edward Bartholomew, Koert Vermeulen, Paulina Villalobos, Eduardo Goncalves
Während der letzten Jahre wurden vermehrt Positionen innerhalb der Lichtdesigngemeinschaft geäußert, in denen der Einsatz von Dunkelheit als eine positive Facette des Lichtdesigns angregt wird. Diese Stimmen wollen unser Verständnis von Licht und Dunkelheit neu zu definieren und präsentieren neue Philosophien im Lichtdesign und innovative technische Methoden, die Licht, Dunkelheit und Schatten einbeziehen.

Strukturierte Dunkelheit: Lichtmasterplan für die Stadt Rennes/F
Text: Roger Narboni
Die Stadt Rennes in Frankreich entschied sich für eine Kombination von Beleuchtung und Dunkelheit: Ein moderner Ansatz für einen Masterplan.

—-

Möchten Sie diese Ausgabe bestellen, klicken Sie hier.

My opinion:

Leave a comment / Kommentieren

avatar

©2018 published by VIA-Verlag | Marienfelder Strasse 18 | 33330 Guetersloh | Germany