Kommentar: In eigener Sache

04. Mai 2016

Zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai 2016

Text: Joachim Ritter

Die modernen digitalen Zeiten bringen für alle neue Herausforderungen mit sich. Auch oder gerade die Medienbranche steht vor der grundlegenden Frage, wie unabhängige und hochwertige Redaktion zu finanzieren ist, ohne dass man sich in direkter Abhängigkeit der Interessen großer Unternehmen begibt. Dieses trifft auch auf die Lichtbranche zu.

Joachim Ritter hochMehr und mehr werden redaktionelle Beiträge vorgefertigt von Herstellern mit ihrer eigenen Sichtweise in den Print- wie auch digitalen Medien platziert und auch offen mit finanziellen Anreizen verknüpft. Andererseits reduzieren Anzeigenkunden Ihre Budgets dramatisch oder setzten diese für eigene Printproduktionen ein. Eindeutig erkennbare Werbung reduziert sich immer weiter oder erscheint als Banner auf Internetplattformen. In der Form von Videos wie auf unserer aktuellen Homepage mag das durchaus eine neue spannende Form des Marketings sein, ist aber im Volumen kaum ausreichend, um unabhängige Redaktionsarbeit zu gewährleisten. Im Gegenzug erscheint dem Leser Redaktion als unabhängig, obwohl rein sachlich dieses kaum in den Budgets zu realisieren ist.

Die Professional Lighting Design hat sich diesem Konzept der verkauften Redaktion nicht angeschlossen, selbst bei weiter wachsendem wirtschaftlichem Druck nicht. Als unabhängiger Redaktion bin ich noch immer der Überzeugung, dass professioneller Journalismus auch eine überwachende Funktion hat. Unabhängigkeit kann auch als schleichender Prozess immer weiter reduziert werden. Die Einschränkung der Freiheit ist dann kein großer Schritt mehr, wie wir in den letzten Wochen an verschiedenen Beispielen gesehen haben.

Aber auch der VIA-Verlag ist ein Unternehmen, welches nicht ohne Einnahmen überleben kann, dieses aus klar erkennbarer Werbung und nicht aus verkaufter Redaktion, als welche wir vorgefertigte und unredigierte Presseinformationen auch betrachten.

Sollten sie als Freier Lichtplaner auch an die Bedeutung der freien Presse und unabhängiger Fachzeitschriften auch als Printversion glauben und dieses mit Ihrer Solidarität unterstützen wollen, haben Sie hier die Möglichkeit, dieses kundzutun. Wenn Sie Ihren Namen nicht öffentlich preisgeben wollen, können Sie mir auch gerne eine persönliche E-Mail schreiben und der Freien Presse zumindest Ihre moralische Solidarität kundtun. Und wenn sie einfach nur zeigen wollen, dass Sie hochwertige Werbung durchaus zu schätzen wissen, schauen Sie doch mal auf der PLD Homepage rein.

Ihr
Joachim Ritter

jritter@via-internet.com

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