17. Aug 2015

Zumtobel Update 2015

Es erscheint wie eine einigermaßen große Herausforderung, einen Lichtkonzern und Marktführer in einer übersichtlichen Form zu beschreiben. Dieses gilt insbesondere, wenn in einer schwierigen wirtschaftlichen Marktsituation Maßnahmen zur Neuorientierung eingeleitet wurden, die nun zu greifen beginnen – und zwar an allen Ecken und Enden. Dennoch, starten wir hier den Ansatz der Darstellung, indem wir versuchen, dieses in einem Satz zusammenzufassen: Der Optimismus ist in den Zumtobelkonzern zurückgekehrt!

Es war durchaus bedenklich für eine etablierte Branche, wenn trotz technischer Innovationen und neuem Wissen zur Bedeutung des Lichtes über Jahre hinweg Gewinnmargen schmolzen, obwohl doch die Aussichten durchweg auf Erfolg zu stehen schienen. Goldgräberstimmung jedoch ruft auch viele neue und unerwartete Konkurrenten auf den Plan und Pläne gehen nicht so auf, wie es gedacht war. Und so bleibt keine andere Wahl, sich den Marktgegebenheiten anzupassen. Für Zumtobel hieß das, sich neu auszurichten, was jedoch de facto eine Rückbesinnung auf die einstigen Stärken bedeutet. Der österreichische Lichtkonzern setzt unter Führung von CEO Ulrich Schumacher auf eine konsequente Mehrmarkenstrategie – ein „Ökosystem des Lichts“ wie es in der neuen Unternehmensvision formuliert ist – umso einzigartigen Mehrwert für seine Kunden zu erreichen. Und weil man in diesem Jahr diese Strategie durchaus überzeugend vermitteln kann, steigen auch wieder das Selbstvertrauen und die Zuversicht mit wachsenden unternehmerischen Erfolg. Was dieses in Produktangeboten und -Konzepten bedeutet konnte im Rahmen der großen Kundenveranstaltung in Dornbirn und Bregenz erfahren werden. Das Dreigestirn der Lichtindustrie, die Zumtobel, Thorn und Tridonic hat sich neu aufgestellt, um den Markt mit seinen Anforderungen nun optimal zu bedienen.

Die Zumtobel Group sieht sich als führender internationaler Anbieter von innovativen und hochwertigen Lichtlösungen und Lichtkomponenten. Die Unternehmensgruppe verfolgt einen Mehrmarkenansatz und ist somit in der Lage, ihren Kunden, zu denen vielfach sehr enge und langjährig gewachsene Beziehungen bestehen, ein umfassendes Produkt und Serviceangebot zu bieten. Dabei werden die Produktportfolios der beiden unterschiedlich ausgerichteten Leuchtenmarken Thorn und Zumtobel durch eine Vertriebsorganisation vermarktet. Die Kunden profitieren somit von einem sehr umfassenden Angebot in allen Anwendungsbereichen der professionellen Innen und Außenbeleuchtung, inklusive Lichtsteuerungskomponenten und -systeme.

Bei der Präsentation in Dornbirn überraschte allerdings die Einführung einer hochwertigen Außenleuchtenserie unter der Zumtobelflagge. In den Gesprächen war man überzeugt, dass neben der Thorn Brand, die den Fokus auf Wirtschaftlichkeit legt, ein Premiumprodukt Chancen im Markt haben wird. An dieser Stelle besteht intern sicherlich noch Bedarf zur Feinabstimmung. Denn in der Umsetzung der Außenleuchtenserie konnte man noch Optimierungsmöglichkeiten erkennen. Insbesondere das Volumen der Leuchte im Vergleich zum Mast ist derart überraschend und bestenfalls zukunftsorientiert, der man dem noch nicht folgen kann. Kleine LED-Lösungen müssen nicht zwangsläufig auch zu dem kleinstmöglichen Leuchtenkopf führen. Demgegenüber sind die Ideen der Thornsparte Konzepte im ganz großen Stil. Thorn hat sich bereits tief in die Thematik der Digitalisierung der Stadt verschrieben. Im Rahmen der Veranstaltung stellte Thorn ein Smart City 3D Modell vor. Das dargestellte 3DModell war eine reale Entsprechung der Online-Anwendung, welche erstmals 2012 präsentiert wurde. Die Anwendung soll Kunden eine bessere Vorstellung von städtischer Beleuchtung bieten, sie umfasst Fallstudien sowie Empfehlungen von energieeffizienten Produkten für jeden Anwendungsbereich. Energieeinsparung und benutzungsorientierte Beleuchtung liegt derzeit allgemein im Trend. Vorreiter wie Thorn warten nun auf den großen Durchbruch im Bereich der Aufträge, die Smart City-Konzepte beinhalte. Der Markt ist typischerweise an dieser Stelle aktuell noch träge. Pilotprojekte aber zeigen derzeit die Möglichkeiten digitaler Beleuchtung in Smart Cities auf. Kongenialer Partner für diese Konzepte ist die Konzernschwester Tridonic. Das Unternehmen stellte drei LED-Systeme vor, die Leuchtenhersteller mit entsprechenden Komponentenlösungen unterstützen.

1. Lichtmanagement über die Cloud – Eine einfach integrierbare Lichtmanagement-Systemlösung für Industrie und Gewerbe bietet Tridonic mit connecDIM. Das System aus connecDIM Gateway und connec- DIM Cloud verbindet Kosteneffizienz und Nutzerfreundlichkeit mit dezentralen LichtÜberwachungs-und Steuerungsmöglichkeiten von jedem Ort der Welt.

2. Datentransfer über die Netzleitung – Effizienter, kompakter und mit mehr Funktionen zeigen sich die Geräte der neuen TALEXXdriver-Premium-Plattform. Highlight unter den neuen Funktionen ist die digitale ready2mains-Schnittstelle. Sie ermöglicht es, die vorhandene Netzleitung für die Datenübertragung zu nutzen. So kann beispielsweise eine bereits installierte nicht dimmbare LED-Beleuchtung ohne zusätzlichen Verkabelungsaufwand auf eine dimmbare LED-Beleuchtung umgerüstet werden.

3. Miniaturisierung für Lichtschienen – Einen Meilenstein für das Leuchtendesign setzt Tridonic mit der LED-Lösung TALEXXengine DC String, bei der AC/DC-Konverter und DC/DC-Bauteil getrennte Wege gehen. Der platzintensive AC/DCKonverter wird vom herkömmlichen LED-Driver getrennt und an übergeordneter, zentraler Stelle installiert. Das System unterstützt den Trend zur Miniaturisierung von LED-Leuchten, erweitert damit den Gestaltungsspielraum und vereinfacht gleichzeitig die Installation.

Zurück Zu Thorn: Im Bereich der Produktentwicklungen lässt sich bei Thorn neben der technischen Qualität auch ein verstärktes Augenmerk auf Produktdesignfragen erkennen. Zoar von Daniel Libeskind ist hierfür ein Beispiel. Libeskind selbst spricht von „… einer eleganten und leistungsstarken Architekturleuchte mit Transparenz in einer geometrischen Form“. Libeskind ist ja durchaus dafür bekannt, dass er in der Lichtbranche beweglich ist. Gleich bleibt allerdings sein Still, der sich auch in Zoar wiederfindet.

Das Thema Präzision im Spot deckt Zumtobel mit der Produktreihe Supersystem ab. Nach dem Baukastenprinzip kann der LED-Strahler völlig flexibel genutzt werden. So sorgen austauschbare Linsen für eine günstige und einfache Anpassung des Systems an veränderte Bedingungen. Drei Strahlergrößen mit den unglaublich kleinen Durchmessern von 25, 45 und 65 Millimetern in den Gehäusefarben Weiß, Schwarz und Silber, für verschiedene Lichtkonzepte entwickelte Linsen sowie unterschiedliche Präzisionswerkzeuge wie ein Vario-Objektiv, Entblendungs-Tools, Wabenraster, Abblendklappen und Wallwasher ergänzen das bestehende Portfolio: Sozusagen das gesamte Anwendungsfeld der Inszenierung von der Stange.

www.zumtobel.com
www.thorn.com
www.tridonic.com

Produkte:

Slotlight von Zumtobel


Montage: Pendel, Anbau und Einbau
Durchgängiges Lichtband, Abdeckungen ein Meter bis Meter
Homogener Lichtaustritt, auch bei Ecksituationen


Gehäuse Silber, opale PC-Abdeckung
Einfache Montage und einheitliches
Erscheinungsbild dank Einputzrahmen und Abstandhalter
Optional mit Anwesenheitserkennung


Lichtausbeute von bis zu 92 lm/W
Farbtemperatur: 3000K or 4000K
Farbwiedergabe: Ra > 80
LED und Optik IP 54
Lebensdauer: 50.000 Stunden

Supersystem von Zumtobel


Präzise Akzentbeleuchtung
mit wahlweise 4, 10 oder 15 Watt Leistungsaufnahme
Drei Strahlergrößen mit einem Durchmesser von 25, 45 oder 65 mm
Für verschiedene Lichtkonzepte entwickelte Linsen, Reflektoren und Filter
Wallwasher, LED-Lichtlinie


Gehäusefarben in Weiß, Schwarz und Silber
Einsatz im Innen- und Außenbereich
360° drehbare, 90° schwenkbare LED-Spots
Auswahl an Farbtemperaturen: warmweiß
(3000 Kelvin) und neutralweiß (4000 Kelvin)


Exzellente Farbwiedergabe Ra > 90
Lebensdauer 50 000 Stunden
Umfangreiches Zubehör: Abblendtubus,
Ringraster, Wabenraster, Picture Framing,
Abblendklappen

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