Projektbeteiligte:


Auftraggeber: National Parks Board, Singapur/SGP
Landschaftsarchitekt: Grant Associates
Architekt: Wilkinson Eyre Architect
Lichtdesign: Lighting Planners Associates

 

Verwendete Produkte:


Gewächshäuser:
- zylindrische Anbauleuchten Optec, Tesis IP68, Erco
- LED Color Blast, Color Kinetics- Acrobat FE 250, Griven
- Area Spotlight, HK Lighting- Le Perroquet, Linealuce, iGuzzini
- Exterior 200, Martin Architectural - Faser-Endkappe, Roblon
- Speziell angefertigte Column Canopy, Wako
- FLC121, FLC131, FLC141, FLB141, Rail66, WE-EF
- Lumenbeam LBX RGB, Lumenpulse
- Flat FLEX, Luci

Gärten:
- speziell angefertigte Spotlights mit verschiedenen Wattagen, ENDO (HID 20 Watt bis 150 Watt) mit verschiedenen Montageoptionen
- speziell angefertigte Pollerleuchten (5 Typen) für die Hauptwege,Wako
- Pollerleuchte GTY200 für kleinere Wege, WE-EF
- Tapelight, Tokistar
- Flex Series, Luci

Supertrees:
- Graphite 300, Griven
- Cyclo Series Martin Architectural
- Micro-Clip, Griven
- iColor Flex, Color Kinetics

24. Jan 2014

Paradies des 21. Jahrhunderts

Text: Moritz Gieselmann
Photos: Lighting Planners Associates, Toshio Kaneko

Während das Paradies im Original ohne Kunstlicht auskam, konnte man in der modernen Ausführung im Jahrtausend des Photons aus dem Vollen schöpfen.

600 Millionen Euro Baukosten, 225.000 Pflanzen aus aller Welt auf mehr als 100 Hektar, mehr als eine Million Besucher nicht einmal drei Monate nach der Eröffnung: Die „Gardens by the Bay“ setzen neue Maßstäbe in der Gestaltung urbaner Freizeitparadiese, die anderswo mit Sicherheit in absehbarer Zeit kaum erreicht werden. Singapur, ein Stadtstaat, der nicht gerade arm ist an spektakulärer Architektur und an aufsehenerregenderLichtplanung, hat eine neue Attraktion: Die „Gardens by the Bay“. Im Schatten des „Marina Bay Sands“, des dreitürmigen Hotels, das durch den „Sands Sky Park“, der ausgedehntesten Dachterrasse der Welt in einer Höhe von 190 Metern verbunden wird, kann man keinen botanischen Garten europäischen Zuschnitts erwarten. Auch hier regieren die Superlativen. Der größte Vollmond von 2013 scheint fast so hell wie die leuchtenden Superbäume, und die gute alte Sonne ist für das Wachstum der Pflanzen – noch – unersetzlich: Jedenfalls ist die künstliche Beleuchtung in der Nacht hier weitaus spektakulärer als alles, was Sonne, Mond und Sterne an Lichteffekten bieten können. Gärten waren schon immer ein Ort der Sehnsucht des Menschen, ein Ort, an dem sich die Annehmlichkeiten der Natur, aber möglichst ohne ihre Gefahren, mit den Annehmlichkeiten der Zivilisation verbanden. Nicht umsonst wird das Paradies als „Garten Eden“ bezeichnet. So kann man die „Gardens by the Bay“ als die Paradiesvorstellung des 21. Jahrhunderts verstehen, als einen Ort, der naturnahe Anmutung mit Entertainment verbindet und leicht konsumierbare Attraktionen mit Nachhaltigkeit. Singapur versteht sich als Gartenstadt, und unter dem Motto „Let’s Make Singapore Our Garden“ wurde Anfang 2006 ein internationaler Wettbewerb ausgeschrieben, den Landschaftsarchitekten Grant Associatesmit Wilkinson Eyre Architects für den südlichen Teil und Gustafson Porter für den östlichen Teil gewannen. Die Arbeiten im südlichen Teil begannen 2007, im Juni 2012 war die Eröffnung und bereits im September 2012 wurden über eine Million Besucher gezählt. Die „Gardens by the Bay“ zählen mit mehr als 100 Hektar Fläche zu den weitläufigsten Gärten der Welt. Dazu gehören zwei Gewächshäuser, „Flower Dome“ mit Blumen aus aller Welt und „Cloud Forest“ mit Indoor-Regenwald und Wasserfall. Eine der Hauptattraktionen ist „Supertree Grove“, Mammutbäumen nachempfundenen Stahlstrukturen, 18 an der Zahl, bis zu 50 Meter hoch, vertikal begrünt und mit einer frei schwebenden Brücke verbunden. Die Supertrees sind schon jetzt zu einem neuen Wahrzeichen Singapurs geworden. Daneben gibt es noch zwei Seen, einen botanischen Garten und den „Heritage Garden“, der die Gartenkulturen der verschiedenen Bevölkerungsgruppen Singapurs, den Einfluss der Kolonialgeschichte und ökonomisch bedeutende Pflanzen der Region beherbergt. Nachdem die Planung angelaufen war, wurde ein Wettbewerb für die Lichtplanung ausgeschrieben, den „Lighting Planners Associates“ LPA aus Japan gewannen. […]

Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 91
Einen medial angereicherten Artikel erhalten Sie in unserer PLD magazine App (iPad App Store).
 

 

 

 

 

 

My opinion:

Leave a comment / Kommentieren

Leave the first comment / Erster Kommentar

avatar
wpDiscuz

©2017 published by VIA-Verlag | Marienfelder Strasse 18 | 33330 Guetersloh | Germany

Page generated in 0,211 seconds. Stats plugin by www.blog.ca