21. Jun 2016

Einstieg in mehr Koordination von Forschung und Praxis

Stage_Forschung_12

Die jüngste Diskussion in Kreisen der Forscher und insbesondere Nachwuchsforscher zeigt, dass eine intensivere Kommunikation zwischen Forschungseinrichtungen und der Praxis notwendig ist. Der VIA-Verlag hat sich deshalb mit der Problematik auseinandergesetzt und einige konkrete Absichten zur Verbesserung der Situation definiert.

Das zentrale Thema – abgesehen von Finanzierungsfragen – ist eine praktikable Strategie, laufende Forschung an Schlüsselpersonen, Professionelle, Institutionen, Organisationen und Entscheidungsträgern in Projekten zu kommunizieren. Dies ist besonders relevant in Anbetracht der Absicht der Europäischen Kommission, “Wissenschaft mit und für die Gesellschaft” zu fördern, welches Responsible Research and Innovation (Verantwortliche Forschung und Innovation) mit Schwerpunkt auf nicht-medizinische Forschung betont.

Forscher im Bereich Licht und Beleuchtung sind aktuell nicht so selten wie allgemein vermutet und überschreiten einige hundert Personen. Die Idee eine Datenbank der Forschungsergebnisse zu entwickeln ist nicht neu, wurde aber noch nie praktikabel umgesetzt. Es ist für Designer, Ausbilder, Hersteller und vor allem andere Forscher äußerst wertvoll, auf eine solche Datenbank zugreifen zu können. Google Scholar ist keine ausreichende Lösung. Zwar ist es ein Vorteil, in eine der wenigen Peer-Review-Zeitschriften veröffentlicht zu werden. Doch die Chance, dass ein Lichtdesigner oder ein Städteplaner mit Fokus auf öffentliche Beleuchtung eine Psychologie- oder Medizinfachzeitschrift liest, die neues Wissen über den Effekt von Licht auf den Menschen beinhaltet, sind nicht ausreichend.

Das VIA-Team mit dem Fachbereich „Educational Concepts and Programmes“ (Weiterbildungskonzepte und Programme) hat sich intensiv mit dem Thema Forschung im Bereich Licht auseinandergesetzt und setzt aktuell einige der entwickelten Strategien um.

Ein Meeting für alle Forscher und Nachwuchsforscher ist für Samstag, den 15. Oktober 2016 in Wismar/D direkt im Anschluss an das Light Symposium an der Hochschule Wismar anberaumt. Das Meeting lädt Doktoranden/Doktorandinnen (und Postdoktoranden/ Postdoktorandinnen) ein, um den aktuellen Stand und die weiteren Schritte zu diskutieren. Das Ziel ist, die Lichtforschung international abgestimmt zu strukturieren.

Derzeitige Gespräche geben einen Aufschluss über die Zahl der Forscher und ihren Themen. Konkret gilt es, das Netzwerk zu aktivieren und die Diskussionen im Sinne der Forschung inhaltlich wie strukturell zu intensivieren.

In einem weiteren Schritt werden junge Forscher aktiv ihre Themen präsentieren. Im Rahmen des Präsentations-Wettbewerbes „The Challenge“ für junge Nachwuchsdesigner findet im Februar 2017 in Zusammenarbeit mit UCL in London in Mini-Konferenz statt. Hier werden neben dem Wettbewerb auch angehende Doktoranden in 15-minütigen Vorträgen einen weiteren Teil des Programms bilden. Letzte Erkenntnisse werden hier auch praktizierenden Planern konzentriert präsentiert.

Auch PLDC 2017 in Paris wird intensiver auf die Forderung eingehen, Forschung mehr in die Praxis einzubringen. Hier ist vorgesehen, eine Reihe von 20-minütigen wissenschaftlichen Vorträgen zu integrieren, um Nachwuchsforschern die Möglichkeit zu geben, über ihre laufenden Forschungen zu berichten.

Ansprechpartner für die Initiative Forschung ist Alison Ritter unter aritter@via-internet.com.

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