Projektbeteiligte:


Auftraggeber: DIA Holding, vertretend für die Republik Aserbaidschan
Architekten: Zaha Hadid Architects
Bauunternehmer: DIA Holding
Lichtdesign: MBLD – Aniket Gore, Rob Honeywill, Maurice Brill

 

Verwendete Produkte:


Außenraum: Leuchten Plazastufen: Cedetas
Positionsleuchten: HRN Design
Bodeneinbauleuchten: Light Projects
Sonderleuchten Fassadennische: Crescent Lighting
Lichtlösung Treppengeländer, Design Zaha Hadid: Zumtobel
Weitere Hersteller: Bega, Lumascape, Woodhouse
Innenraum: 3D-Lichtstreifen eingelassen in die Decke im Atrium, entwickelt mit Zumtobel
Beleuchtung im Vortragsaal: David Morgan Associates
Treppengeländer: Insta
Weitere Hersteller: Elliptipar, Erco, Lucent, Lumino, Mike Stoane, Selux, Siteco, Viabizzuno

05. Sep 2014

Formel für fließende Formen

Text: Joachim Ritter

Als Land durchlebt Aserbaidschan aktuell massive gesellschaftliche Veränderungen. Die Nation entwickelt eine neue Identität beruhend auf einer Mischung von kulturellen Elementen der sowjetischen Vergangenheit, der islamischen Religion, der Öl- und Gasindustrie, sowie einem neuen Verständnis für westliche Architektur. Baku steht als Hauptstadt im Mittelpunkt dieser Veränderungen. Beispielhafte moderne Architekturprojekte wie die Flame Towers und die Baku Crystal Hall, die rechtzeitig für den Eurovision Song Contest 2012 fertig gestellt wurde, definieren jetzt schon die neue Skyline der Stadt. Dazu kommt nun das Heydar Aliyev Center, ein weiteres Beispiel der zukunftsorientierten Sichtweise des ganzen Landes.

In dem Heydar Aliyev Center sind ein Museum, eine Bibliothek und ein Theater untergebracht – alle Bereiche unter einem gigantischen fließenden Dach mit einer Fläche von mehr als 36.000 Quadratmetern. Nahe am Stadtzentrum gelegen spielt der Standort eine entscheidende Rolle in der Revitalisierung der Stadt Baku und soll zudem einen wesentlichen Beitrag zum intellektuellen Leben der Hauptstadt leisten. Trotz Bedenken bezüglich der mit dem Standort zusammenhängenden Menschenrechtsverletzung erhielt das Heydar Aliyev Centre deshalb im Jahre 2014 den Design of the Year Award vom Design Museum. Die Gestaltung der Struktur mit den nahtlosen Kurven und Oberflächen, die sich in den Boden übergehen, könnte man durchaus als „infinite architecture“ (endlose Architektur) bezeichnen. Geht man durch das Gebäude oder an dem Gebäude entlang, entdeckt man durch die ständig wechselnden Blickwinkel immer wieder neue Räume. Fließende Architekturformen sind in dieser Region nicht neu. In der historischen islamischen Architektur fließen optisch endlos wirkende Reihen, Raster oder Sequenzen von Säulen – wie Bäume im Wald – und schaffen so hierarchiefreien Raum. Kalligraphische und dekorative Muster verlaufen von den Teppichen auf die Wände, von den Wänden auf die Decken und von den Decken auf die Kuppel nahtlos ineinander über. Grenzen zwischen architektonischen Elementen sowie zwischen den Grundflächen, auf denen sie sich befinden, verschwimmen. Die Architektin Zaha Hadid wollte durch eine deutlich zeitgemäße Interpretation auf die Merkmale der historischen Architektur eingehen und so ein nuanciertes Verständnis anregen.[…]

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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr.94
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