Planungsbeteiligte:

Auftraggeber: SAS des Tours du Pont de Sèvres
Architektur: Dominique Perrault Architects; www.perraultarchitecture.com
Ausführende Architekten: Artelia

12. Jul 2017

CityLights – das Projekt der Pont de Sèvres Hochhäuser in Paris/FR.

Text: Joachim Ritter
Photos: Dominique Perrault Architecture, Badani et Roux-Dorlut, Vincent Fillon


Wenn man einen weit sichtbaren, in die Jahre gekommenen Büroturm neu gestaltet, dann sollte dieses auch markant sichtbar gemacht werden. Besser noch, er soll zu einem „Leuchtturm“ des Stadtteils werden. Paris hat das durchaus gebraucht…

Die Sanierung oder Neugestaltung einer Fassade ist nicht wirklich der erste Wunsch eines Planers. Zu groß scheinen die Hürden, zu eng die Möglichkeiten, um etwas, was in die Jahre gekommen ist, nun zu einem modernen Neuen zu machen. Das gilt insbesondere dann, wenn die Fassade zwar alt, aber noch nicht so alt ist, dass man sie als historisch bezeichnen kann. Die Pont de Sèvres Hochhäuser, die nach der Komplettsanierung und Umstrukturierung den Namen CityLights bekamen, wurden im Jahr 1975 von den Architekten Badani und Roux-Dorlut gebaut. Als Beleg für die architektonische Moderne der damaligen Epoche standen sie hoch und dicht aneinander gebaut mitten in einer öden Stadtlandschaft. Durch den Umbau wurde dieses Gefühl der „Isolierung“ in einen Vorteil gewandelt – sowohl im sozioökonomischen als auch im städtebaulichen Sinne.

Bei dem Projekt geht es nicht nur um die Renovierung und Neugestaltung des ursprünglichen Komplexes, sondern zusätzlich um eine Enthüllung der selbstverständlichen Ressourcen der Hochhäuser. Der Standort verfügt nun auch über eine erstklassige Verbindung zum öffentlichen Verkehrsnetz. Es befindet sich eine unterirdische Station der Pariser Métro direkt vor dem Hochhauskomplex. Somit ist CityLights ein Teil des Stadtkerns und gehört in der Tat zum planerischen Vorhaben der Stadt, die französische Hauptstadt zu erweitern und ein Grand Paris zu schaffen. Zusätzlich zur Auswirkung der Hochhäuser auf die Stadtlandschaft haben diese ergänzenden Elemente ebenfalls einen Einfluss auf die Morphologie und Veränderung der Gebäude gehabt.

Ein offener, geschützter Campus
Während die Hochhäuser ursprünglich von ihrer Umgebung abgeschnitten waren, sind sie heute durch Fußgängerwege, welche zum neuen Stadtteil Trapèze führen, vollständig und organisch damit verbunden. Die Industriebrache, wo früher die Renault-Werke standen, ist durch neue und umgebaute Büro- und Wohnhäuser ersetzt worden. Die Planer gestalteten den Außenraum rund um die Hochhäuser, indem sie unterschiedliche Räume schufen, um das Projekt dem städtischen Raum zu öffnen: Einen großen Platz vor den Hochhäusern, Fußwege an allen Seiten des Komplexes sowie Gartenanlagen. Dadurch ist das Projekt fest verankert innerhalb der Großstadt. Der 6000 Quadratmeter große Vorplatz verbindet die Hochhäuser mit dem Umfeld und bettet sie in den städtischen Raum ein. Die einladenden Eingangsbereiche, Fußwege und Gemeinschaftsflächen unterstützen eine neue, an die heutige Zeit angepasste Art von Arbeitsumgebung.


Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 105 sowie in unserer PLD magazine App (iPad App Store).


 

My opinion:

Leave a comment / Kommentieren

Leave the first comment / Erster Kommentar

avatar
wpDiscuz

©2017 published by VIA-Verlag | Marienfelder Strasse 18 | 33330 Guetersloh | Germany

Page generated in 0,217 seconds. Stats plugin by www.blog.ca