Kommentar: EinwürfeObjections

12. Mrz 2014

Einwürfe

Text: Joachim Ritter

In der Lebensmittelindustrie wird die Herkunft des Produktes in der Regel als Qualitätsmerkmal betrachtet. Wenn allerdings eine Leberwurst aus einem Land kommt, heißt das noch lange nicht, dass das Vieh auf der Wiese des gleichen Landes gegrast hat. Eine Wurst, die in Belgien verkauft wurde, kann in Deutschland verarbeitet worden sein, mit Komponenten, die aus verschiedenen anderen Nationen zusammengestellt wurden und natürlich auch mehrmals durch ganz Europa oder gar Übersee transportiert wurden.

Der Begriff „Made in X“ kann insofern in die Irre führen, auf jeden Fall jedoch muss er nicht wirklich aussagekräftig sein. Die Frage ist: Was wird als Teil des Produktionsprozesses betrachtet und wo fängt dieser an.

Was diese Überlegungen mit Licht und Leuchten zu tun hat? Nehmen wir mal an, die Leber-wurst ist eine Leuchte und die verschiedenen Fleischkomponenten sind LEDs, Reflektoren oder technische Komponenten. Die Chips kommen aus Asien, die Reflektoren aus Deutschland, die Verbinder der technischen Komponenten aus Österreich und das Glas aus Frankreich. Da könnte man doch zu dem Schluss kommen, es spielt eigentlich keine Rolle, wo diese Komponenten zusammengeschraubt wurden, oder? Entscheidend ist vielmehr, wer die Elemente verwurstet hat. Nicht also die Herkunft ist entscheidend, sondern die Qualitätseingangskontrolle.

Nehmen wir noch ein Beispiel. Der Koch sucht sich seine Zutaten aus und achtet auf die Qualität. Auch ein Fünfsternekoch kann dabei aus schlechten Zutaten kein Gourmet-Essen zaubern. Ein Stümper wird auf der anderen Seite selbst mit besten Zutaten die Suppe versalzen.

In der Lichtbranche sollte man deshalb nicht nur darauf achten, wo die Komponenten der Leuchten herkommen, sondern wie genau es die Hersteller mit der Eingangskontrolle nehmen.

In unserer globalen Welt sollte also der Begriff „Made in Wunderland“ ganz ehrlich ersetzt werden durch „Assembled by Lichtspezialisten“.

 

Objections

Text: Joachim Ritter

In the food industry the country of origin of a product is generally regarded as a sign of quality. If a “leberwurst” claims to come from a specific country, however, that does not mean to say that the animal that contributed the meat to the wurst came from that country as well. A “leberwurst” sold in Belgium may well have been processed in Germany, using ingredients from many different nations which have been transported back and forth through the EU and maybe also overseas.

The label “Made in X” may well be misleading, or at least not really significant. The question is: what counts as part of the production process and where does the latter begin?

How do these thoughts relate to light and luminaires? Let’s imagine the “leberwurst” is a luminaire and the different ingredients are LEDs, reflectors or technical components. The chips come from Asia, the reflectors from Germany, the connectors for the technical components from Austria, and the glass from France. This might lead you to believe that it does not really matter where all these components are assembled to create the final product. But what is more important is who has rehashed the “ingredients”. It is not the origin that is key to the quality of a product, but rather the degree to which incoming components are inspected.

Nehmen wir noch ein Beispiel. Der Koch sucht sich seine Zutaten aus und achtet auf die Qualität. Auch ein Fünfsternekoch kann dabei aus schlechten Zutaten kein Gourmet-Essen zaubern. Ein Stümper wird auf der anderen Seite selbst mit besten Zutaten die Suppe versalzen.

Let’s take another example: a chef decides on the ingredients he needs to prepare a specific dish and insists on a certain quality. Not even a Five Star chef can conjure up a gourmet meal from an array of poor quality ingredients. Then again, a bungler with the best ingredients at his disposal would probably end up spoiling the soup by putting too much salt in it.

In the lighting industry it is therefore not only wise to pay attention to where the components for the fixtures came from but also to check how exact the manufacturers are when it comes to incoming components inspection.

Quite honestly, in our global world we would do better to replace the label “Made in Wonderland ”by “Assembled by lighting specialists”.

 

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