Projektbeteiligte:


Bauherr: Aurelio GmbH und Co. KG, Lech/A
Architekten: S&S Architekten Sibylle Schaschl, Schröcken/A
Innenarchitektur: MHZ Mlinaric Henry Zervudacchi Ltd., London/GB
Lichtplanung: Lichtkompetenz GmbH, Zürich/CH (Team: Jörg
Krewinkel; Annette Vonder Mühll; Inge Sommerlatte; Tobias Mühlemann)

 

Verwendete Produkte:


Deckenleuchten an Außenfassade: Tobias Grau, Free Simple
Downlights: Erco, Niedervolt-Halogen (2900 Kelvin)
Optikstrahler für Faseroptik: Swarovski (unterschiedliche Abstrahlwinkel mittels Linsen)
Bodeneinbauleuchten im Spa: Bega, Typ 8016R
LEDs Spa/Restaurant: Agabekov, Typ LU4EX IP65 und LU4X IP20
LEDs Außenfassade: Insta, LED lux
Voutenbeleuchtung: CMB Licht AG
Standleuchten im Atrium: Artemide
Standleuchten außen: Lampas
Deckenaufbauleuchte in Restaurant: Freedom of Creation, „Dahlia”
Deckenaufbauleuchte in Rezeption: Wavelighting, Weavelight panel

16. Jun 2009

Ein warmer Platz

Text: David Müller
Photos: Alexander Haiden/Günter Laznia

Reisende wissen zu schätzen, wenn das Hotel eine entspannende und freundliche Atmosphäre bietet. Lichtdesigner sehen es als besondere Herausforderung, Hotels für Skiurlauber zu gestalten, insbesondere, wenn die örtliche Bauverordnung kaum Spielräume lässt, wie es in vielen Alpenorten der Fall ist. Skiurlauber, die von der kalten Piste entkommen, wollen sich warm und aufgehoben fühlen. Ein russischer Bauherr ließ nun in den Bergen Österreichs solch ein Hotel der Extraklasse entstehen: Hochwertig ausgestattete Zimmer, ein Restaurant mit Weltklasseköchen und ein Spa mit den edelsten Materialien aus aller Welt. Das Zürcher Büro Lichtkompetenz GmbH hatte nun die Aufgabe, die Baustruktur in einen Ort zum Wohlfühlen und Genießen zu verwandeln, ohne verstaubt zu wirken.

Das Hotel Aurelio befindet sich im österreichischen Lech, im Herzen der Alpen. Jedes Jahr kommen zehntausende Touristen in den kleinen Ort, um am nahe gelegenen Arlberg zu wandern, Ski zu fahren oder einfach die herrliche Landschaft zu genießen. Die Hotelanlage besteht aus insgesamt zwei Gebäuden: Im Aurelio Hotel befinden sich die Gästezimmer, das Restaurant sowie der Loungebereich. Da sich in der Mitte des Gebäudes eine Aussparung befindet und es dazu zwei individuelle Dachstrukturen hat, wirkt es von der Seite wie zwei voneinander getrennte Strukturen. Nebenan befindet sich der etwas größere Aurelio Club. Familien oder Gruppen können dieses Gebäude mit einer großen Lobby und einem hervorragenden Wellnessbereich mieten. Kostenpunkt: 36.000 Euro pro Nacht (in Worten: sechsunddreißigtausend). Über einen unterirdischen Gang können die Gäste jederzeit auch das Hotel besuchen, um dort im Restaurant zu speisen. Architektonisch mussten die Gebäude in das traditionelle Bild des Bergdörfchens passen: Schindelfassaden, Holzstrukturen und die flache Bauweise waren von der Gemeinde Lech als Richtlinie auferlegt. Die Auflagen betrafen ebenfalls das Lichtkonzept des Schweizer Büros Lichtkompetenz GmbH. Zuerst wollten sie das Hotel von außen bestrahlen. Doch da das Beleuchten von Gebäuden in Lech nicht erlaubt ist, mussten sie zu anderen Mitteln greifen, um die Strukturen von außen aufzuwerten. An den Vorderseiten beider Gebäude befinden sich große, längliche Balkone, von denen aus man vom Berg in das Städtchen hinab blicken kann. Das Lichtplanerteam platzierte Wandleuchten zwischen den Zimmerfenstern. Sie sind nach vorn abgedeckt, strahlen Licht nur nach oben und unten ab und passen mit ihrer Bronzeoptik gut zu der Schindelfassade. Die Idee der Schweizer Lichtplaner war es, dezentes Licht auf die Balkone zu geben, anstatt die Fassade komplett zu betonen. Für die Fassade des Aurelio Club entschieden sie sich für ein anderes Konzept. In die Holzstrukturen der Balustraden wurden ganzseitig Kerben eingefräst. Darin integrierten die Lichtdesigner LED-Profile, die mit warmweißem Licht (3000 Kelvin) nach unten auf die Holzbeplankung scheinen. Insgesamt 30 Meter LED-Lichtlinien wurden verwendet. „Die Holzplanken reflektieren das Licht auch sanft an die Fassade. Es kommt zu einem warmen Glühen; ein ganz toller Effekt, den man schon von weitem sehen kann“, beschreibt Lichtplaner Jörg Krewinkel. […]

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Die komplette Version dieses Artikels erhalten Sie in der Ausgabe PLD Nr. 66.

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